Methoden einer erweiterten Musikwissenschaft - ((audio))
Methoden einer erweiterten Musikwissenschaft

Methoden einer erweiterten Musikwissenschaft (Seminar)

Das Seminar bietet eine Einführung in die methodisch-theoretischen Grundlagen der historischen und systematischen Musikwissenschaft und ihre Nutzbarkeit im Hinblick auf aktuelle Phänomene auditiver Kultur. Ausgehend von der disziplinären Abgrenzung zwischen musik- und kulturwissenschaftlicher Perspektive werden die traditionellen Gegenstände und Methoden der Musikwissenschaft um kultur- und medienwissenschaftliche Ansätze erweitert.

Ziel des Seminars ist der Erwerb von Überblickswissen zu den traditionellen Forschungsmethoden der Musikwissenschaft sowie verschiedenen musikspezifischen Methoden der Kulturwissenschaften im deutschsprachigen und internationalen Diskurs. Zusätzlich dient die Projektarbeit der praktischen Anwendung der erlernten Methoden in Bezug auf konkretes musikalisches Material und fördert gleichzeitig die Präsentationskompetenz der Studierenden.

 

Dozent:

Malte Pelleter Malte Pelleter
pelleter@leuphana.de
Raum 5.321

Tutorin:

Marlin Nöthig Marlene Troidl
marlene.troidl@stud.leuphana.de
Tel. 677-1617
Raum 5.321


 

Prüfungsleistung

Die Prüfungsleistung besteht für dieses Seminar aus der Präsentation, Kurz-Dokumentation und Reflexion eines Methodenprojekts. Die Methode sollte auf der Grundlage der angegebenen Texte, anhand mindestens eines Musikbeispiels im Seminar vorgestellt werden. Die Präsentation hierzu sollte außerdem visuell aufbereitet sein (Handout, Folien, Tafelbild etc.).
Den schriftlichen Teil der Prüfung bildet Ihr Präsentations-Material sowie zwei Response-Papers (1-2 Seiten), in denen Sie sich im Vorhinein mit zwei weiteren, in Seminar-Sitzungen diskutierten Methoden auseinandersetzen. Die Response-Papers fließen in das Seminar ein und sollen bis zum Dienstag vor der jeweilig besprochenen Sitzung vorgelegt werden.
Bearbeiten Sie die vorgebenenen Fragestellungen (Projektauftrag) mithilfe des Seminarreaders. Der Seminarreader kann bei Campus Copy erworben werden und ist in gedruckter Form Voraussetzung für den Besuch der Veranstaltung. Abgabefrist für die Dokumentation: 15.8.2017.

Bitte beachten Sie bei der schriftlichen Anfertigung der Response Papers das Merkblatt des Instituts für Kultur und Ästhetik Digitaler Medien.

Seminarplan

(Version 1.0 / 01.04.2017)

 

06.04.2017: Einführung

Organisatorisches; thematische Einführung
Audioforschung, kulturwissenschaftliche Musikwissenschaft, Medienwissenschaft?

Großmann, Rolf (2005): Audioforschung = Musikwissenschft + Medienwissenschaft?

 

13.04.2017: Eine Wissenschaft von der Musik

Traditionen der Musikwissenschaft
Disziplinarität, Forschungsgebiete und Methoden

Dahlhaus, Carl (1982): Musikwissenschaft und Systematische Musikwissenschaft.

 

Themengruppe I: GEISTESWISSENSCHAFTLICH-PHILOLOGISCHE TRADITION DER MUSIKWISSENSCHAFT

20.04.2017: Wert und Bedeutung

Musikästhetik

Hanslick, Eduard ([1854] 1991): Vom Musikalisch-Schönen: ein Beitrag zur Revision der Ästhetik der Tonkunst. S. 31-52.

Präsentation:

 

27.04.2017: Tonempfindsame Spekulationen

Hugo Riemanns Harmonielehre und die Helmholtz'sche Sinneslehre

Helmholtz, Hermann von (1863): Die Lehre von den Tonempfindungen als physiologische Grundlage für die Theorie der Musik. (daraus: Einleitung)

Riemann, Hugo ((1917) 1929): Handbuch der Harmonielehre. S. VII-XI, S. 1-6 & S. 21-32

Präsentation:

 

Themengruppe II: Musik und Medien

04.05.2017: Technifizierung der Klänge

Audio Culture, Medienkultur und die neue Materialität der Klänge

Papenburg, Jens G. (2008): »Stop/Start Making Sense! Ein Ausblick auf Musikanalyse in Popular Music Studies und technischer Medienwissenschaft«. In: Schulze, Holger (Hg.): Sound Studies. Traditionen – Methoden – Desiderate. Eine Einführung. Bielefeld: transcript. S. 91-108.

 

 

11.05.2017: Kulturelles Multitracking

TRX Studies als medienmusikalische Analyse

Ismaiel-Wendt, Johannes (2011): tracks 'n' treks. Populäre Musik und Postkoloniale Analyse (Ausschnitte: »TRX Studies«)

»Glossar«

Präsentation:

 

Themengruppe III: NATURWISSENSCHAFTLICH-EMPIRISCHE METHODEN DER MUSIKWISSENSCHAFT

18.05.2017: Helmholtz's Erben

Musikalische Akustik

Hall, Donald E. (1997): Musikalische Akustik: ein Handbuch. 7. Kapitel: »Grundlegende Bestandteile der Musik«. S. 129-142.

Präsentation:

 

25.05.2017: Christi Himmelfahrt

 

01.06.2017: Eine kleine Nachtmusik der musikalischen wetware

Musikpsychologie und -wirkungsforschung

Jansen-Osmann, Petra (2006): »Der Mozart-Effekt – Eine wissenschaftliche Legende?« In: Musik-, Tanz- und Kunsttherapie 17(1), S. 1-10.

Präsentation:

 

08.06.2017: Gastvortrag von Steffen Lepa (TU Berlin)

Quantitative Methoden und empirische Rezeptionsforschung

tba

 

Themengruppe IV: INTERDISZIPLINÄRE DISKURSE UM MUSIK UND (IHRE) MEDIEN

15.06.2017: Pop(musik), was nun?

Popforschung und die Cultural Studies

Wicke, Peter (1992): »›Populäre Musik‹ als theoretisches Konzept«. In: PopScriptum 01, 1992.

Präsentation:

 

22.06.2017: Die gesellschaftliche Existenz der Musik

T.W. Adorno und die Musiksoziologie

Adorno, Theodor W. (1981): Einleitung in die Musiksoziologie. Kapitel I: »Typen musikalischen Verhaltens«. S. 14-34.

Präsentation:

 

29.06.2017: Gespielte Klangerzeuger

(Eine neue) Instrumentenkunde

Großmann, Rolf (2010): »Distanzierte Verhältnisse? Zur Musikinstrumentalisierung der Reproduktionsmedien«. In: Harenberg, Michael & Daniel Weissberg (2010): Klang (ohne) Körper. Spuren und Potenziale des Körpers in der elektronischen Musik. S. 183-200.

Präsentation:

 

06.07.2017: Sound Studies

Methoden und Prämissen der Sound Studies

Jonathan Sterne (2012): »Sonic Imaginations«. In: Ders. (Hg.): The Sound Studies Reader. New York: Routledge.

Präsentation :

 

 

 

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Methoden einer erweiterten Musikwissenschaft

Großmann | Pelleter
S | Do 14:15 - 15:45 | 09.04.2015 - 09.07.2015 | C5.236 
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