((audio)) - Ästhetische Strategien
Ästhetische Strategien
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Seminare im Wintersemester 2016/17

Leuphana Bachelor:
Major Kulturwissenschaften
Minor Digitale Medien/Kulturinformatik
Leuphana Master:
Masterprogramm Arts & Sciences: Kulturwissenschaften - Culture, Arts and Media
Komplementärstudium


WICHTIG: Merkblatt zu schriftlichen Arbeiten

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On Camera! Die Musikdoku als (Pop)Kulturgeschichte (Seminar)

Malte Pelleter / Falk Schacht
S | 14-täglich | Montag | 14:00 - 18:30 | 17.10.2016 - 03.02.2017| C 5.326


Die Historisierung von Pop-Kultur hat immer schon auf ganz unterschiedlichen Kanälen statt gefunden. Dies zeigt sich gerade am Beispiel von HipHop, dessen mittlerweile kanonischer Gründungsmythos ebenso eng mit Filmen wie »Wild Style« (Charlie Ahern, 1983), »Beat Street« (Stan Nathan, 1984) oder »Style Wars« (Henry Chalfant, 1983) verkoppelt ist, wie seine folgende Durchsetzung als globale/glokale Musikkultur. In diesen Filmen wurden die teils sehr heterogenen kulturellen Phänomene und Gruppierungen der New Yorker South Bronx (Blockparties, B-Boys/B-Girls, DJ's, MC's, Graffiti-Writer, etc.) zum ersten Mal gemeinsam ›ins Bild gesetzt‹. Musik-Dokus sind aus solcher Perspektive betrachtet keineswegs neutrale Beobachtungen von (pop)kulturellen Phänomenen, sondern verhandeln immer schon – quasi als Bild- und Sound-Mikropolitik – Genre-Grenzen, Gruppenzugehörigkeiten und ästhetische Programme.

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Von Pauken und Trompeten. Musikinstrumentenklassifikationen im interkulturellen Vergleich. (Seminar)

Sarah-Indriyati Hardjowirogo
S | wöchentlich | Montag | 12:00 - 14:00 |17.10.2016 - 03.02.2017 |
C 5.326

 

Seminarplan und Arbeitsmaterialien online

In den allermeisten Kulturen der Welt wird nicht nur Musik gemacht, sondern auch darüber nachgedacht. Ein wichtiger Bestandteil solchen Nachdenkens über Musik ist seit jeher das Bestreben, die zur Verfügung stehenden und/oder bekannten Musikinstrumente in eine sinnvolle Ordnung zu bringen. Ausgehend von der musikwissenschaftlichen Instrumentenkunde, bietet das Seminar einen vergleichenden Überblick über eine Auswahl von Musikinstrumentenklassifikationen verschiedener Zeiten und Kulturen und ergründet dabei Fragen nach dem Sinn (und Unsinn) von Ordnungen, der Zweckmäßigkeit von Klassifikationen und schließlich auch nach dem Wesen des Musikinstruments. Die Studierenden lernen neben einer Vielzahl von Musikinstrumenten auch unterschiedliche Perspektiven auf Instrumente und Musik im Allgemeinen sowie deren Rolle in verschiedenen Kulturen kennen und erproben so das theoretische Arbeiten an und mit kulturellen Konzepten.

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Musikphilosophie und Kultursoziologie. Theodor W. Adorno und Kurt Blaukopf (Seminar)

Rolf Großmann
S | wöchentlich | Dienstag | 14:15 - 15:45 | 17.10.2016 - 03.02.2017 |
C 7.215

 

Seminarplan und Arbeitsmaterialien online

Das 20. Jahrhundert bringt aus der Sicht der westeuropäischen Kunstmusik geradezu revolutionäre Entwicklungen mit sich, wie die Stichworte Emanzipation der Dissonanz, Emanzipation des Geräuschs, Sounddesign, Klangkunst, Sampling etc. ahnen lassen. Dieser Wandel ist mehr oder weniger direkt mit technischen, gesellschaftlichen und übergreifenden kulturellen Neuerungen verbunden. Zu erwähnen wären hier etwa die Phonographie, die Massenmedien, Rationalisierung und Industrialisierung, Informationsgesellschaft und digitale Vernetzung. Wie geht der Theoriediskurs der Musik mit der Wechselwirkung von musikalischem und gesellschaftlichen Wandel um? Das Seminar widmet sich mit Theodor W. Adorno und Kurt Blaukopf zwei Klassikern der Theorie von Musik und Gesellschaft. Auszüge aus Primärtexten werden im Zentrum der einzelnen Sitzungen stehen.

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Ästhetik. Regel. Klang. Musikprogrammierung mit Sonic Pi (Projekt)

G. Martin Butz
P | 14-täglich | Dienstag | 10:15 - 14:00 | 17.10.2016 - 03.02.2017 | C 7.109


Übersicht der Sitzungen mit Referatsthemen und Ressourcen

"Use code to compose and perform in classical and contemporary styles ranging from Canons to Dubstep." (Sam Aaron)

Sonic Pi ist eine Open Source Programmierumgebung, mit der Musik kreiert werden kann. Sonic Pi wurde 2013 von Sam Aaron an der Universität Cambridge entwickelt - ursprünglich, um Konzepte der Programmierung an Schulen zu unterrichten. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der kreativ-sinnlichen Auseinandersetzung mit der Musik - Konzepte der Programmierung werden gleichsam nebenbei vermittelt.

Sonic Pi enthält eine Bibliothek an unterschiedlichen Synthesizern, Samples und Soundeffekten. Externe Sounddateien können integriert, kombiniert und manipuliert werden. Sonic Pi basiert auf der Programmiersprache Ruby und ermöglicht so die Steuerung des Ablaufs von Samples und Sounds.

Die Software wird laufend weiterentwickelt und mittlerweile in unterschiedlichen Zusammenhängen eingesetzt:

+ als musikpädagogisches Instrument
+ als Labor für musikalische Experimente und Werkzeug für algorithmische Kompositionen
+ als Musikinstrument für das Live-Coding (zur Laufzeit programmierte Musik auf der Bühne)

Im Seminar werden wir praktisch mit Sonic Pi arbeiten. Dabei steht die Lust am Expermiment mit Klängen, Rhythmen und Strukturen im Vordergrund. Wir gehen also von einfachen musikalischen Ideen aus, die wir schrittweise ausbauen; auf diesem Weg eigenen wir uns die dafür notwendigen Kenntnisse in der Programmierung an.

Desweiteren bietet das Seminar Gelegenheit, sich mit den folgenden Fragen und Themen auseinanderzusetzen:

+ Was ist (musikalische) Kreativität? Wie funktioniert sie (oder auch nicht)?
+ Computergenerierte Musik (Beispiele, Historie)
+ Grundlegende musiktheoretische Konzepte (z.B. Melodik, Harmonik, Rhythmik)
+ Grundlegende Konzepte der Akustik und digitaler Klangerzeugung (Synthesizer, Sampling)

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Digital Audio (Seminar)

Björn Engelbert
S | wöchentlich | Freitag | 10:15 - 13:30 | 17.10.2016 - 02.12.2016 | C 7.109


Theorie und Praxis digitaler Audioproduktion und -bearbeitung. Aktuelle Verfahren des Audioediting und Multitrack-Sequenzing werden vorgestellt und mit wechselnden Aufgabenstellungen praktisch am Rechner erprobt.
Vertiefung der im vorausgegangenen Modul erworbenen Grundkenntnisse in der praktischen Anwendung.

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Computer als Medium (Seminar)

Rolf Großmann
wöchentlich | Mittwoch | 10:15 - 11:45 | 07.12.2016 - 03.02.2017 | C 5.326


1. Textstrukturierung und -satz
2. JavaScript
3. 3D-Druck
4. Digitales Audio
5. Digitale Fotografie
6. Digitales Video
Überblicksveranstaltung über die verschiedenen Mediensparten. Die Studierenden führen sich gegenseitig ihre Arbeitsergebnisse und theoretischen Reflexionen vor.

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Medienliteralität (Seminar)

Rolf Großmann, Wolfgang Hagen, Martin Warnke
S | wöchentlich | Mittwoch | 12:00 - 14:15 | 17.10.2016 - 03.02.2017 | C HS 5


Praxisorientierte Zusammenführung und Reflexion der individuellen Studienschwerpunkte in einer Anwendung/Präsentation unter Verwendung digitaler Medien; Erprobung von thematischen Clustern sowie Modellen der Präsentation und Kooperation. Erprobung experimenteller Verfahren in der Gestaltung von Interfaces und ästhetischen Artefakten.

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Sound Studies (Seminar)

Rolf Großmann
S| 14-täglich | Montag | 14:15 - 17:30 | 24.10.2016 - 03.02.2017 | C 5.326

 

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Eine Einführung in Gegenstände und Methoden der Sound Studies.

Sound Studies sind wissenschafts- und institutionengeschichtlich der Versuch, ein neues akademisches Feld im Bereich auditiver Kultur abzustecken. Dieses Feld ist transdisziplinär angelegt und enthält im Kern musikwissenschaftliche, medienwissenschaftliche und kulturgeschichtliche bzw. -theoretische Elemente. Dabei spielen sowohl ästhetische wie auch alltagskulturelle Gegenstände und Praxen eine wichtige Rolle. Die Veranstaltung wird sich – entsprechend ihrer Position im Master – vorrangig mit den medienspezifischen Aspekten der Sound Studies beschäftigen.
Im ersten Drittel des Seminars wird anhand diverser Sound Studies Reader das Themenfeld erschlossen, um dann anhand von Aspekten der auditiven Medienkultur ins Detail zu gehen. Ein prominentes Literaturbeispiel ist der vor kurzem erschienene Band "MP3: The Meaning of a Format" von Jonathan Sterne.

Literatur zur Einführung:

Papenburg, Jens Gerrit / Schulze, Holger (2011): Fünf Begriffe des Klangs. Disziplinierungen und Verdichtungen der Sound Studies, in: Positionen− Texte zur aktuellen Musik24(2011),H.86: Sound Studies, S. 10-15

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Sound Cultures, Klang Ökologien, Sonic Bodies. Postmusikalische Klangforschung in den Kulturwissenschaften (Seminar)

Malte Pelleter
S | wöchentlich | Dienstag | 12:15 - 13:45 | 17.10.2016 - 03.02.2017 | C 5.326

Kulturen haben immer auch ihren eigenen ›Sound‹. Unter gewichtig klingenden Überschriften wie Sound-Studies, Sonic Turn o.ä. erfährt dieser in letzter Zeit immer mehr (kultur-)wissenschaftliche Aufmerksamkeit. Dabei stimmen die äußerst heterogenen Ansätze, die von solchen Bezeichnungen versammelt werden, am ehesten darin überein, dass sie sich als dringend notwendige Erweiterungen und Ergänzungen etablierter Disziplinen positionieren – etwa einer Musikwissenschaft, die statt zu hören noch immer Notentexte entziffert, oder einer Medienwissenschaft, die gebannt auf Bildschirme starrt aber die Ohren verschlossen hält.

Das Seminar soll einen Überblick über diese aktuell wuchernden Sound-Diskurse schaffen. Außerdem wollen wir einen Blick (oder ein Ohr) auf ästhetische Praxen von Klangkunst bis Popmusik werfen, die die (paradigmatische?) Gehörlosigkeit der Kulturwissenschaften immer wieder herausgefordert haben.

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»It's a Family affair«? Erfindungen sozialer, ästhetischer und technik-generationaler Beziehungen in Post-Soul-Soundkulturen (Seminar)

Johannes S. Ismaiel Wendt
Einzeltermin | Di, 08.11.2016, 14:15 bis Di, 08.11.2016, 15:45 | C 7.319
Einzeltermin | Fr, 02.12.2016, 13:00 bis Fr, 02.12.2016, 18:00 | C 5.326 |
Einzeltermin | Sa, 03.12.2016, 10:00 bis Sa, 03.12.2016, 15:00 | C 5.326 |
Einzeltermin | Fr, 13.01.2017, 13:00 bis Fr, 13.01.2017, 18:00 | extern | Hildesheim
Einzeltermin | Sa, 14.01.2017, 10:00 bis Sa, 14.01.2017, 15:00 | extern | Hildesheim

Old School / New School, Vinyl DJ / Serato DJ, Tribes / Afrofuturists, Retro-Boombap / Future Beats … . Immer wieder tauchen in Soul, Funk, Hip Hop und Electronic Dance Music generationale Termini und Narrative auf. In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit Behauptungen von Erfahrungsgemeinschaften sowie postkolonialen und afrofuturistischen Erbschaftsmythen. Solche Erfindungen ›neuer‹ Generationen machen zwei paradoxe Dinge auf einmal: Sie setzen sich mit jugendlichem Leichtmut von Vorgängerinnen und Altvorderen ab, während sie sich zugleich tief in traditionsreiche Zusammenhänge verstricken, vermeintliche Hoheitsansprüche verteidigen und Zugehörigkeiten unterstellen. Der Family-Tree wurzelt nun mal in einer Baum-Metapher. Umso seltsamer vielleicht, dass gerade in zeitgenössischen Technik- und Soundkulturen allen rhizomatischen Unkenrufen entgegen die ›Generation‹ wieder Konjunktur hat. Das gilt beispielsweise für die Erfindung von Kohorten, zu deren Vorstellung ‚Generation‘ eng mit einem musikalischen ‚Genre‘ verknüpft wird, und ebenso für technische (Musik-Mach-)Dinge, die vermeintlich von 2.0 zu 3G alles neu machen, aber sehr traditionsbewusst vermarktet werden. Im Seminar zielen wir auf das Zusammentragen von musikalisch wie technisch geprägten, strategischen Beziehungs- und Entwicklungserzählungen und die Analyse von möglichen dahinter stehenden Motiven.

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Musik im kulturellen Diskurs (S)

Kristof Gundelfinger
S | wöchentlich | Dienstag | 14:15 - 17:30 | 06.12.2016 - 03.02.2017 | W 301

Woran haben sich Musik und Musikwissenschaft in den vergangenen etwa 100 Jahren abgearbeitet? Welche Rolle spielten gesellschaftliche, technische und philosophische Entwicklungen für die Wahrnehmung des musikalischen Ausdrucks und die Definition des musikalischen Materials?

Die Studierenden setzen sich mit grundlegenden Theorien und Methoden einer kultur- und medienwissenschaftlich informierten Musikwissenschaft auseinander. Wir arbeiten mit kürzeren akademischen und nicht-akademischen Texten, hören Musikbeispiele und diskutieren das Gelesene und Gehörte.

Die Veranstaltung findet an vier 3-stündigen Terminen in 14-tägigem Abstand statt.

Zu den letzten beiden Sitzungen tragen die Studierenden durch in Arbeitsgruppen entwickelte Kurzreferate bei, die auch als Vorbereitung für den abschließend zu erstellenden Essay dienen.

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Quelle: http://audio.uni-lueneburg.de/lehre.php, 27.03.2017