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Seminare im Wintersemester 2017/18

Leuphana Bachelor:
Major Kulturwissenschaften
Minor Digitale Medien/Kulturinformatik
Leuphana Master:
Masterprogramm Arts & Sciences: Kulturwissenschaften - Culture, Arts and Media
Komplementärstudium

Medien/Musik/Diskurse (Seminar)

Rolf Großmann, Malte Pelletert
S | wöchentlich | Donnerstag | 16:15 - 17:45 | 16.10.2017 - 02.02.2018|
C 11.215


Das Seminar wird sich mit aktuellen Diskursen aus dem Bereich medial produzierter und vermittelter Musik beschäftigen. Wir werden dies themen- und literaturbezogen tun, wobei die Gegenstände aus dem Kreis der Seminarteilnehmerinnen und Seminarteilnehmer kommen sollen. Dabei sind Felder wie „Was ist zurzeit innovative Musik?“ „Was sind zur Zeit vorherrschende Gestaltungsprinzipien?“ „In welchem Verhältnis zur Tradition steht aktuelle Musik?“ „Was heißt kulturwissenschaftliche Annäherung im Bereich der Musik?“ etc. angesprochen. Die Form wird eher die eines Kolloquiums sein, in dem wir über Musikbeispiele und ausgewählte Texte sprechen.

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Mapping Hip Hop Histories (Seminar)

Malte Pelleter / Falk Schacht
S | 14-täglich | Dienstag | 14:00 - 18:00 | 16.10.2017 - 02.02.2018| C 7.307


Put it on the map! HipHop-Kultur ist voll von Verweisen auf ihr ganz eigenes Kartenmaterial. Diese Verortungen können schwanken, etwa zwischen dem Realismus (der Realness) der Referenz auf die eigene Hood und den Sonic Fictions imaginierter, anderer Orte (»I was born on Plante Rock«). Zwischen Mikrolokalisierungen einzelner Häuserblocks in der New Yorker South Bronx (1520 Sedgwick Ave.) und der globalen Viralität der vielleicht einflussreichsten Musikkultur unserer Tage. Im Seminar wollen wir dieses Konzept der Karte nutzen, um uns Ausschnitte aus der HipHop-Geschichte zu erarbeiten und die Ergebnisse wiederum in Karten-Form zu dokumentieren. In Gruppen werden dafür eigene solcher Mapping-Projekte entwickelt und während des Seminars fortlaufend bearbeitet.

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Musik im kulturellen Diskurs (Seminar)

Kristof Gundelfinger
S | 14-täglich | Mittwoch | 12:15 - 15:30 |12.12.2017 - 02.02.2018 | C14.102 b


Woran haben sich Musik und Musikwissenschaft in den vergangenen etwa 100 Jahren abgearbeitet? Welche Rolle spielten gesellschaftliche, technische und philosophische Entwicklungen für die Wahrnehmung des musikalischen Ausdrucks und die Definition des musikalischen Materials?
Die Studierenden setzen sich mit grundlegenden Theorien und Methoden einer kultur- und medienwissenschaftlich informierten Musikwissenschaft auseinander. Wir arbeiten mit kürzeren akademischen und nicht-akademischen Texten, hören Musikbeispiele und diskutieren das Gelesene und Gehörte.

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Musikalisches Material und ästhetischer Wert.
Theorien und Ideologien des Hörens und Gestaltens (Seminar)

Rolf Großmann
S | wöchentlich | Dienstag | 14:15 - 15:45 | 16.10.2017 - 02.02.2018 | C5.326


Seminarplan und Arbeitsmaterialien online

Der romantische Gedanke, ein Musikstück sei eine göttliche Eingebung und deren Verwirklichung durch einen genialen Schöpfer, ist kaum geeignet, den kompletten Gestaltungsprozess von Musik zu beschreiben. Womit arbeiten also Komponisten, Popkünstlerinnen oder Jazzimprovisatoren, wenn sie musikalische Gegenstände produzieren? Woraus besteht ihr "Handwerkskasten", woraus die Bausteine der Kompositionen?
Eng damit verbunden ist eine zweite grundsätzliche Fragestellung an Musik: lässt sich der Wert von Musik bestimmen und wenn ja wie?
Die Veranstaltung versucht anhand von Analysen unterschiedlicher Genres, sowie der Diskussion klassischer Texte wie etwa der ästhetischen Theorie Theodor W Adornos, der Musikgeschichtsphilosophie Carl Dahlhaus', aber auch aktueller Kritiken und Texte zur Popkultur, diesen Fragen nachzugehen. Neben wissenschaftlichen Texten werden auch Musikkritiken und Beschreibungen von Komponistinnen (etwa Selbstbeschreibungen ihres Schaffens und Kompositionslehren) berücksichtigt.

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Ästhetik. Regel. Klang. Musikprogrammierung mit Sonic Pi (Projekt)

G. Martin Butz
P | 14-täglich | Dienstag | 10:00 - 13:00 | 17.10.2017 - 02.02.2018 | C 6.312


"Use code to compose and perform in classical and contemporary styles ranging from Canons to Dubstep." (Sam Aaron)

Sonic Pi ist eine Open Source Programmierumgebung, mit der Musik kreiert werden kann. Sonic Pi wurde 2013 von Sam Aaron an der Universität Cambridge entwickelt - ursprünglich, um Konzepte der Programmierung an Schulen zu unterrichten. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der kreativ-sinnlichen Auseinandersetzung mit der Musik - Konzepte der Programmierung werden gleichsam nebenbei vermittelt.
Sonic Pi enthält eine Bibliothek an unterschiedlichen Synthesizern, Samples und Soundeffekten. Externe Sounddateien können integriert, kombiniert und manipuliert werden. Sonic Pi basiert auf der Programmiersprache Ruby und ermöglicht so die Steuerung des Ablaufs von Samples und Sounds.

Die Software wird laufend weiterentwickelt und mittlerweile in unterschiedlichen Zusammenhängen eingesetzt:

+ als musikpädagogisches Instrument
+ als Labor für musikalische Experimente und Werkzeug für algorithmische Kompositionen
+ als Musikinstrument für das Live-Coding (zur Laufzeit programmierte Musik auf der Bühne)

Im Seminar werden wir praktisch mit Sonic Pi arbeiten. Dabei steht die Lust am Expermiment mit Klängen, Rhythmen und Strukturen im Vordergrund. Wir gehen also von einfachen musikalischen Ideen aus, die wir schrittweise ausbauen; auf diesem Weg eigenen wir uns die dafür notwendigen Kenntnisse in der Programmierung an.

Desweiteren bietet das Seminar Gelegenheit, sich mit den folgenden Fragen und Themen auseinanderzusetzen:

+ Was ist (musikalische) Kreativität? Wie funktioniert sie (oder auch nicht)?
+ Computergenerierte Musik (Beispiele, Historie)
+ Grundlegende musiktheoretische Konzepte (z.B. Melodik, Harmonik, Rhythmik)
+ Grundlegende Konzepte der Akustik und digitaler Klangerzeugung (Synthesizer, Sampling)

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Digital Audio (Seminar)

Björn Engelbert
S | wöchentlich | Freitag | 10:15 - 11:45 | 16.10.2017 - 30.11.2017 | C 16.124


Theorie und Praxis digitaler Audioproduktion und -bearbeitung. Aktuelle Verfahren des Audioediting und Multitrack-Sequenzing werden vorgestellt und mit wechselnden Aufgabenstellungen praktisch am Rechner erprobt.
Vertiefung der im vorausgegangenen Modul erworbenen Grundkenntnisse in der praktischen Anwendung.

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Computer als Medium (Seminar)

Rolf Großmann
wöchentlich | Mittwoch | 10:15 - 11:45 | 16.12.2017 - 02.02.2018 | C 5.326


1. Textstrukturierung und -satz
2. JavaScript
3. 3D-Druck
4. Digitales Audio
5. Digitale Fotografie
6. Digitales Video
Überblicksveranstaltung über die verschiedenen Mediensparten. Die Studierenden führen sich gegenseitig ihre Arbeitsergebnisse und theoretischen Reflexionen vor.

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Medienliteralität (Projekt)

Rolf Großmann, Wolfgang Hagen, Martin Warnke
P | wöchentlich | Mittwoch | 12:00 - 13:45 | 16.10.2017 - 02.02.2018 | C 5.326


Praxisorientierte Zusammenführung und Reflexion der individuellen Studienschwerpunkte in einer Anwendung/Präsentation unter Verwendung digitaler Medien; Erprobung von thematischen Clustern sowie Modellen der Präsentation und Kooperation. Erprobung experimenteller Verfahren in der Gestaltung von Interfaces und ästhetischen Artefakten.

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Sound Studies (Seminar)

Rolf Großmann
S| wöchentlich | Montag | 16:15 - 17:45 | 16.10.2017 - 02.02.2018 | C 5.326

Seminarplan und Arbeitsmaterialien online


Eine Einführung in Gegenstände und Methoden der Sound Studies.

Sound Studies sind wissenschafts- und institutionengeschichtlich der Versuch, ein neues akademisches Feld im Bereich auditiver Kultur abzustecken. Dieses Feld ist transdisziplinär angelegt und enthält im Kern musikwissenschaftliche, medienwissenschaftliche und kulturgeschichtliche bzw. -theoretische Elemente. Dabei spielen sowohl ästhetische wie auch alltagskulturelle Gegenstände und Praxen eine wichtige Rolle. Die Veranstaltung wird sich – entsprechend ihrer Position im Master – vorrangig mit den medienspezifischen Aspekten der Sound Studies beschäftigen.
Im ersten Drittel des Seminars wird anhand diverser Sound Studies Reader das Themenfeld erschlossen, um dann anhand von Aspekten der auditiven Medienkultur ins Detail zu gehen. Ein prominentes Literaturbeispiel ist der vor kurzem erschienene Band "MP3: The Meaning of a Format" von Jonathan Sterne. Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Feld 'Urban Sound Research'.

Literatur zur Einführung:

Pinch, Trevor / Bijsterveld, Karin: Sound Studies: New Technologies and Music. Social Studies of Science October 2004, 34: 635-648.
(Das PDF ist auf der Seminarwebseite in der 1. Sitzung zu finden; s. Hyperlink oben, Webseite wird z.Zt. überarbeitet)

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IT Fiction. Der literarische Kanon der Kulturinformatik (Seminar)

Rolf Großmann, Martin Warnke
S | wöchentlich | Montag | 13:45 - 16:00 | 16.10.2017 - 02.02.2018 | C 5.326

Seminarplan und Arbeitsmaterialien online


Das Verhältnis von Mensch und Informationstechnologie wird – so wird in der Regel unterstellt – von den Optionen der aktuellen Technik bestimmt. Ein Blick auf die Geschichte und Zukunftsszenarien des informationstechnischen Wandels zeigt jedoch, wie sehr menschliche Traditionen, Fantasien, Begehrlichkeiten unseren Umgang mit Informationstechnologie formen. Fiktionale Literatur spiegelt diese Faktoren nicht nur in konkreten Gesellschaftsentwürfen, sondern enthält als "Science-Fiction" Visionen zukünftiger hybrider technikkultureller Welten. Manchmal prägt fiktionale Literatur – wie im Falle der Newromancer-Trilogie William Gibsons, aus der der Begriff des „Cyberspace“ stammt – zentrale Begriffe einer inzwischen etablierten Technologie.
Zum Science-Fiction-Kanon der Lüneburger Kulturinformatik gehören unter anderem folgende Titel, die auch Gegenstand des Seminars sein werden:
Stanislaw Lem, Solaris
William Gibson, Neuromancer
Neal Stephenson, Snow Crash
Charles Stross, Singularität

Filme und Serien:
Solaris
Her
Futurama
Gerne nehmen wir auch Vorschläge der Studierenden auf.

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Un-gehör-samkeit der MusikGestalten (Seminar)

Johannes S. Ismaiel Wendt
Einzeltermin | Fr, 24.11.2017, 14:00 bis 18:00 | C 5.325
Einzeltermin | Fr, 19.01.2018, 14:00 bis 18:00 | C 5.325
Einzeltermin | Sa, 20.01.2018, 14:00 bis 18:00 | C 5.326
Einzeltermin | Fr, 02.02.2018, 14:00 bis 19:00 | C 5.310

In dem Seminar beschäftigen wir uns mit der Migration von Sounds, musikalischen Formen, Tonträgern und MusikmachDingen. Wir recherchieren zu Herkünften und Flüchtigkeit von musikalischen Gestalten, ihrer globalen oder (trans-)kulturellen Übersetzung und Transformationen sowie zu Motiven traditionalistischer Aneignungsstrategien. Wir spekulieren Musikräume jenseits der territorialen Verortung. Wir werden auch mit dem Projekt „Mobile Welten. Zur Migration von Dingen in transkulturellen Gesellschaften“ (www.mobile-welten.org) zusammenarbeiten.

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Corporate Sounds. Produktion und Konzeption akustischer Markenführung (Projekt)

Matthias Wienemann
P | wöchentlich | Dienstag | 15:45 - 18:30 | 16.10.2017 - 02.02.2018 |C 5.109

Sonic-, Sound-, Audio- sowie Acoustic Branding sind Pseudonyme für die klangliche Gestaltung von Marken, Produkte und Unternehmen. Sie sind längst ein wichtiger Bestandteil der Markenkommunikation geworden und bestehen weit mehr als aus einer Aneinanderreihung einzelner Töne. Vielmehr geht es darum, ein Unternehmen, mit Hilfe eines Corporate Sounds akustisch zu repräsentieren und dessen Markenwerte und Visionen unverwechselbar mit Hilfe von Sound Design zu gestalten. Während des Seminars sollen die Grundlagen der akustischen Markenführung vermittelt werden sowie eine kritische Betrachtung im Hinblick auf die Ziele der Klangökologie erfolgen. Neben dieser theoretischen Auseinandersetzung bildet die praktische Beschäftigung mit Sound Design und Musikproduktion den Schwerpunkt dieses Seminars.

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