Veranstaltungen und Workshops
Hier findet ihr ein Archiv der Veranstaltungen mit Unterstützung des
Audioteams von 1998 bis heute. Teilweise werden die Rückblicke mit audiovisuellem
Bonusmaterial abgerundet.
Frohes Stöbern!
International Conference. Mediality of Music Cognition and Aisthesis (MeMCA)
University of Cologne, Cologne (Köln), Germany
The conference “Mediality of Music Cognition and Aisthesis” (MeMCA) intends to bring together researchers interested in intradisciplinary studies of music, media, cognition, and aesthetics and in the convergence of the humanities, philosophy, cognitive science, anthropology and the neurosciences. “Mediality”, a term borrowed from media theory, serves as a generic concept to place emphasis on the idea that media, whether technological or symbolic, are essential to bringing about musical information, meaning, concepts, or intentions in the processes of music cognition and aesthetic perception of music, i.e. music aisthesis.
Organisation:
Dr. Jin Hyun Kim (jinhyun.kim at uni-koeln.de)
Prof. Dr. Uwe Seifert (u.seifert at uni-koeln.de)
Systematic Musicology
University of Cologne
Albertus-Magnus-Platz
50923 Cologne (Köln)
Germany
Präsentation der studentischen Projekte des Seminars "Medienliteralität"
UC 7.215
Die Studierenden der Veranstaltung "Medienliteralität" arbeiteten im Laufe des Semesters an Projekten, in denen sie ihre individuellen Studienschwerpunkte des Minors "Digitale Medien" zusammenführten. Experimentelle Verfahren in der Gestaltung von Interfaces und ästhetischen Artefakten sollten erprobt werden.
Am 27. Januar um 10:15 Uhr werden die Ergebnisse des Seminars in UC 7.215 ausgestellt. Hier erhalten alle interessierten Studierenden einen Einblick in die Projekte 'Extension of Man', 'Digitale Schönheit', 'Digitaler Videoschnitt', 'Netzkunst' und 'Auflösung der Privatsphäre'.
Präsentation der Ergebnisse aus dem Seminar "Konzeption und Gestaltung gestischer Musik-Interfaces"
UC 7.19
UC Gebäude 7
In der Veranstaltung 'Konzeption und Gestaltung gestischer Musikinterfaces' beschäftigten sich die teilnehmenden Studenten unter der Leitung von Andreas Otto mit der Entwicklung und der technischen Umsetzung von computerbasierten Musikinstrumenten, die sich mit dem Gamecontroller Nintendo Wii-Remote steuern lassen.
Dabei entstand zum Beispiel der "Restless Raven", ein Soundspielzeug, das einem Geduld und Fingerspitzengefühl abverlangt.
Die Entwicklerinnen des Projekts "Powered by Yoga" haben sich gefragt, was passiert, wenn man Yoga nicht wie im klassischen Sinne dazu nutzt Körper und Geist zu verbinden, sondern im Sonnengruß Musik und Gestik miteinander verknüpft.
Unter dem sonderbaren Arbeitstitel "Handgazing" verbirgt sich ein Set-Up, das Gitarristen eine intuitive Steuerung der Effekte ermöglicht - Ganz ohne Fußpedale, nur durch die Bewegung der Gitarre und der rechten Hand.
Vítor Locilento Sanches beschreibt sein Projekt "Kaleidoscope ears: listen to a different point of view" wie folgt: People are so closed into their mp3 players that they don't pay attention anymore to any environmental sounds surrounding. This action keeps humans more away each other, creating their own world. The project consist into capture sounds from the installation space and make real time processing according to the manipulation of the “Kaleidoscope ears”. Users will be immersed into new atmospherical sound and will hear the surrounding sounds in a different way. It's a way of using headphones to listen the World, and not to isolate it.
Außerdem gibt es jetzt endlich neu: Das Klavier für Linkshänder!
Am 26. Januar werden alle Projekte von 12-13 Uhr in UC 7.19 ausgestellt. Zwischen 14 und 16 Uhr werden dann die Installationen im öffentlichen Bereich des Rechenzentrums aufgebaut.
Konzert: Michaela Melián und Pantha du Prince.
UC Gebäude 9
Ein elektroakustischer Abend mit Livesets von Michaela Melían (einzige Show in Europa) und Pantha du Prince. Wir fangen langsam an: Soundlandschaften, Gitarre und Cello; warten auf den Beat. Danach: Techno mit so viel Seele, dass kein Auge trocken bleibt. Anschliessend gabs Technodancing mit RNDM (dial/berlin). Siehe auch: Deep-House-Schals rechtzeitig aus der Reinigung holen.
Hi-End Gear pro audio conference
Kampnagel in Hamburg
Am 18./19. September fand in Hamburg auf Kampnagel eine Audiokonferenz für die Studioszene statt. Neben der Ausstellung von High-End-Equipment wurden interessante Studiopraxis-Workshops angeboten. Es bot sich die Gelegenheit, mit der überregionalen Studioszene in Kontakt zu kommen und Gespräche zu führen.
Festival ARS Electronica 2009. Human Nature.
Ars Electronica Center // Linz
Vom 3. bis zum 8. September fand in Linz das jährliche Ars Electronica Festival statt. Wie schon in einigen Jahren zuvor wurde durch Martin Warnke eine Exkursion zum Festival angeboten. Und so reisten kapp 20 Teilnehmer aus dem hohen Norden in das beschauliche Linz in Oberösterreich.
Das Motto des diesjährigen Ars Electronica Festivals lautete „Human Nature“. Die Frage nach dem sich verändernden Verständnis vom genuin Menschlichen und dessen Übertragbarkeit auf technische Produkte und Phänomene wurde in zahlreichen Symposien, Vorträgen und Installationen behandelt.
Ein zweiter Themenbereich beschäftigte sich anlässlich des 30jährigen Jubiläums der Ars Electronica mit einem Rückblick in die Vergangenheit des Festivals. Klassische Installationen aus den letzten 30 Jahren waren in Originalform oder als Dokumentation zu sehen. Zudem gab eine Reihe von Diskussionen zu verschiedenen Themen aus der Geschichte des Festivals.
Besonders interessant war die an das Festival angeschlossenen Ausstellung „See this Sound“ im Kunstmuseum Lentos. In großer Breite und Vollständigkeit wurde dort Medienkunst gezeigt, welche sich mit der Verbindung von Bild und Ton beschäftigt. Dies reichte von Lichttonexperimenten Oskar Fischingers in den 1920er bis zu Golan Levin und Zachary Liebermanns „The Manual Input Sessions“ von 2004 und beinhaltete Klassiker, wie David Rokebys “Very Nervous System” oder La Monte Young & Marian Zazeelas „Dream House“. Bei letzterer funktionierte der Sound leider nicht, damit fehlte der Installation ihre synästhetische Wirkung.
Neben den vier großen Locations (Ars Electronica Center, Brucknerhaus, OK Center und Lentos) erstreckte sich die Ars Electronica über den gesamten Linzer Innenstadtbereich. Die Bandbreite reichte von gehaltvollen Kunstinstallationen, über technische Präsentationen bis zum Spektakel der Linzer Klangwolke, zu deren Anlass sich fast die gesamten Einwohner von Linz zur Donau zu begeben schienen.
An das Programm tagsüber schloss sich in verschiedenen Clubs einen buntes Nachtprogramm an, was fast allen Teilnehmern im Punkto Schlaf zum Verhängnis wurde. Und weil passives Konsumieren allein jedoch langweilig ist, hatte das Lüneburger Team sich in Vorfeld dazu entschieden, Eigeninitiative zu zeigen und am Sonntag ein kleines, spontanes Open Air mit Dj-Musik zu organisieren.
Als am Sonntag die Sonne in voller Pracht erstrahlte, vergnügte man sich bei kaltem Bier auf dem Deich hinter den Donauauen und ließ den Input des Festivals erst einmal sacken. Die Reaktionen der Passanten waren durchweg positiv und Helmut, der nur mit einem Kollegen und seiner Tochter ein bisschen mit dem „Radl“ umherfahren wollte, war nach dem Abbau auch noch beim Clubprogramm in der Stadtwerkstatt mit dabei.
Vielen Dank an dieser Stelle noch mal an unsere einmaligen Dozenten Herrn Großmann und Herrn Warnke! Im nächsten Jahr sind wohl alle Teilnehmer wieder dabei.
Pudel Art Basel - Zeitgenössische internationale Kunst
Golden Pudel Club Hamburg
Am Sonntag präsentierten Andreas Otto und Andreas Stolze ihre Maske-Boxsack-Installation im Rahmen der Pudel Art Basel.
Zur vierzigsten Art Basel in Basel und der siebten Miami Art Basel in Miami steigt nun erstmals eine Kunstmesse auf dem kontinentalen Festland aus freien Stücken mit ein und bietet sich als drittes Glied in der Kette an.
Die "Schinkenburg Golden Pudel" präsentiert auf St. Pauli am 30.8. zum ersten Mal eine Werkauswahl zeitgenössischer internationaler Künstler die aus Hamburg kommen.
transforming ((audio)) - Traditionen des Remix
Am 27.05., sowie am 03.06. und am 10.06.2009 hat der Schwerpunktbereich ((audio)) eine musikalisch-wissenschaftliche Workshopreihe mit dem Themenschwerpunkt "Traditionen des Remix" veranstaltet.
Dabei präsentierten und diskutierten die Referenten die Verfahren und Konzepte der Gestaltung von auditivem Material im Reggae, Dub und Dancehall, sowie im HipHop und Drum & Bass.
Als Referenten waren eingeladen: Michael Heiser, Ale Dumbsky und Oliver Schrader.
In Kürze folgt ein Videozusammenschnitt der Vorträge.
HIPHOP Academy Konferenz 2009
HipHop Academy Wuppertal
Vom 06. bis zum 08.03.2009 fand in der HIPHOP Academy Wuppertal die internationale Tagung "Sampling im HipHop" statt. Wissenschaftler und Beat-Produzenten aus verschiedenen Ländern, darunter Bomb Squad Produzent Hank Shocklee (u.a. Public Enemy) sowie Gäste aus USA und GB diskutierten über Techniken und Gestaltungsverfahren des Montierens, Collagierens, Zitierens, De- und Rekontextualisierens... Beim Konzert dabei war u.a.: FIVA MC, Deutschrapperin aus München, einer der schlauesten und groovigsten deutschen HipHop Acts zum Zuhören. Ihr neues Album Rotwild schafft es bestimmt in unser Produkt des Monats.
Weitere Infos unter folgendem Link:
Recycling Sampling Jamming
Akademie der Künste, Berlin
Vom 26. bis zum 28.02.2009 veranstaltete die Akademie der Künste in Berlin ein Festival zum Thema "Recycling, Sampling, Jamming. Künstlerische Strategien der Gegenwart".
In allen drei Bereichen spielt die Transformation von Alt nach Neu eine große Rolle, was hier unter dem Aspekt der künstlerischen Verfahrensweisen und Prozesse in Vorträgen und Podiumsdiskussionen vielseitig diskutiert wurde. Audio-Mitschnitte der Vorträge sind zu finden unter:
next_generation-Festival am ZKM
ZKM Karlsruhe
Beim next_generation-Festival haben sich das ((audio))-Team und 20 weitere europäische Hochschulstudios vorgestellt.
Neben dem Vortrag von Dr. Rolf Großmann zu unserem Konzept des neuen audioLab hat Florian Grote über "Musik und Raum" gesprochen; Björn Engelberg und Andreas Otto haben im Surround Auditorium "Kubus" den Live-Drum'n'Bass Remix "Querschläger" performt, der ausschließlich mit Playstation-Controllern gesteuert wird.
Ambisonics - a night in the 'noiseroom'
Seit 2006 besteht eine Kooperation zwischen dem Projekt ((audio)) und STEIM in Amsterdam, dem Studio für elektronische Musik und Institut zur Forschung und Entwicklung musikalischer Interfaces. Am 10.05.2006 waren Robert van Heumen und Frank Baldé vom STEIM in Lüneburg zu Gast.
In der Abendveranstaltung 'Ambisonics' wurde auf dem Dachboden des RZ der (unter der nächsten Überschrift beschriebene) 'noiseroom' aufgebaut. Nach einer Präsentation der im STEIM entwickelten Samplingsoftware LiSa durch Frank Baldé wurde sowohl das Werk '12 Bullets' von Robert van Heumen als auch von den Pingipung-DJs Markus Engel (Elektronica) und Nils Dittbrenner & Mike Witschi (Chiptunes) aufgelegte Musik im Stereoformat in Echtzeit auf sechs Lautsprecher verteilt. Harm Bremer nutzte diese ungewöhnliche Raumwahrnehmung für einen Live-Act.
www.steim.org | www.hardhatarea.com | www.pingipung.de
noiseroom
Jan St. Werner konzipierte einen autonomen Hörraum als eigenständige Klanginstallation. Die Mediendisposition des Konzertsaals wird dekonstruiert, indem die Gesamtheit des Raums nur durch visuelle und auditive Teilwahrnehmung von sich abwechselnden und überlagernden Patterns erfahrbar wird. Die Musik kommt u. a. von Vert, AtomTM, Stereolab, Mouse On Mars, F.X. Randomiz, Michel Waisvisz. Florian Grote von ((audio)) programmierte vor Ort die Verräumlichungs-Software des noiseroom.
Ringvorlesung PopMusicology: Der wissenschaftliche Blick auf Popularmusik
u.a. mit Marc Pendzich (18.10.), Peter Wicke (15.11.), Dietrich Helms (29.11.), Jürgen Terhag (6.12.), Martin Pfleiderer (20.12.), Michael Rappe (10.1.) und Christoph Jacke (17.1.). Veranstaltet von Dr. Christian Bielefeldt.
Adorno (entspannt) im Asta-Wohnzimmer
Das Berliner Label Masse und Macht kommentiert live Reden von Theodor W. Adorno (vom Plattenteller) und präsentiert seine Lieblingsmusik, die Zweite Wiener Schule.
Die beiden Musiker (Christian von Borries, Dirigent der Berliner Symphoniker; Martin Hossbach, Universal Music) haben sich bei uns mit ihrem Vortrag auf der HyperKult 14 zum Thema "soundalike" im Juli 2005 empfohlen.
Michael Krause und Oliver Schwarz: Handy-Sounds
Im Rahmen des Seminars "Die klangästhetische Gestaltung der Lebenswelt - Sounddesign und Soundbranding" erzählten uns Michael Krause von arvato mobile und Oliver Schwarz von Soundwerft-Hamburg,
mit welchen Konzepten und Techniken sie im Klingelton-Markt erfolgreich sind.
Soundbranding - akustische Markenführung
Als Bestandteil der ansonsten so selbstverständlichen Corporate Identity vernachlässigen Unternehmen - auch heute noch, oder: gerade heutzutage - nur allzuoft die akustische Seite: den Corporate Sound.
Carl-Frank Westermann - verantwortlich für den Bereich Corporate Sound bei metadesign, Berlin, sowie Gastprofessor an der UdK, Berlin/sound studies - gab einen methodischen und zugleich praxisrelevanten Einblick in die strategische akustische Markenführung von Unternehmen, wie z.B. Siemens u.a.
Download Culture
Ergänzend zu dem Seminar "Media Content Online" fand im WS 04/05 eine studentisch organisierte Veranstaltungsreihe statt. Unter dem Banner der "Download Culture" sprachen sieben Gastreferenten aus den verschiedensten Bereichen über Copyright, Netzlabels oder Freie Software. Auf der Website dazu findet ihr Informationen und ein Weblog.
Server-Relaunch
08.07.2004
Alles
neu macht der Juli: Rund fünf Jahre begleitete uns die alte Audioseite.
Obwohl sie selbst in hohem Alter dem Zahn der Zeit wacker getrotzt hat, war
es irgendwann Zeit für einen Relaunch. Frischer Wind, optisch, aber auch
inhaltlich, um dem immerfort anwachsenden Berg an Archiv-Material gerecht zu
werden. Die neue Seite seht ihr vor Euch. Den angenehm dezent-familiären
Launch derselbigen in unserer Nachbearbeitung.
monolake: Robert Henke
24.06.2004
Instrument und musikalische Praxis bedingen sich gegenseitig. Während Musikinstrumente bisher weitgehend durch physikalische Gegebenheiten geprägt waren, sind die aktuellen Optionen von Musiksoftware nahezu grenzenlos. Diese Optionen in sinnvolle Interfaces und schließlich in musikalische Praxis umzusetzen, ist eine zentrale Herausforderung. Wie baut man spielbare Interfaces? Welche Art von Feedback braucht man, um mit dem Computer spielen zu können? Sind mehr Möglichkeiten immer besser? Der Workshop wurde durch ein Live-Set, sowie weitere Darbietungen von Florian Grote (live), Romy (DJ) und Schwof (DJ) abgerundet.
Sonja Eismann
16.01.2004
In Kooperation mit den freundlichen Menschen vom Asta-Kulturreferat sprach Sonja Eismann, Redakteurin der Musikzeitschrift Intro, Mitarbeiterin bei diversen feministischen Zeitschriften und Radiomoderatorin über "Girls im Club: Frauen und die Kultur elektronischer Musik". Sie präsentierte einen feministischen Blick auf Populär- und Alltagskultur mit dem Ziel, das Schaffen von Frauen in elektronischer Musik zu repräsentieren. Der Akzent lag auf einer Abbildung von Vielfalt in aktuellen Popentwürfen, um damit Role Modells zu schaffen und die Arbeit von Künstlerinnen für die interessierte Öffentlichkeit sichtbar zu machen.
Instrumentalspiel und technische Kultur
22.05.2003
Der Kölner Cellist Friedrich Gauwerky, gefragter Interpret zeitgenössischer Musik mit Gastprofessur in Adelaide (Australien) und Dozent der Darmstädter Ferienkurse, kam im Mai zu uns, um einen Workshop durchzuführen. Dabei durften wir nicht nur selber den Titel aussuchen, sondern sogar die Form: ein Gesprächskonzert mit anschließender Diskussion: "Instrumentalspiel und technische Kultur".
Friedrich Gauwerky spielte und kommentierte sechs Werke, anschließend wurde über Virtuosität und Fehler, Kaufhaus-Muzak und McLuhan diskutiert. Dabei war auch Oliver Frei, Komponist aus Hamburg und Assistent für die Bedienung der Live Elektronik, anwesend.
Bilder sagen mehr als 86 Worte, deshalb hier zwei Videoimpressionen:
Stille Post 2
28.11.2002
"Stille Post II" versucht spielend zu beleuchten, wie ein Stück im Laufe verschiedener Remixe immer weiter mutiert und morphiert und schließlich ganz woanders ankommt.
Und das geht so: Die Teilnehmer remixen sich gegenseitig. Am Anfang steht ein Ausgangsstück. Der Zweite remixt das Stück des Ersten. Der Dritte remixt das Stück des zweiten, aber, wie der Name schon suggeriert, NUR in Kenntnis des zweiten Stücks. Der Vierte remixt das Stück des Dritten ohne die Nummer eins und zwei zu kennen...usw.
Jochen Bonz
05.06.2002
Am 05.06.02 war Jochen Bonz, Dozent an der Uni Bremen, Herausgeber diverser,
lesenswerter Bücher und Ex-Musikjournalist für die Intro bei uns zu
Gast in Lüneburg. Eingebettet in ein entspanntes Rahmenprogramm ging es
in seinem Vortrag ausgehend vom Techno-Subjekt um Bedeutung in der Popkultur.
Für alle, die nicht dabei sein konnten, rocken wir die Signifikantenkette
mit einigen Videoimpressionen.
Musik in den Kulturwissenschaften
31.01.2002
Wie verortet sich die Musik in den Kulturwissenschaften? Das war die nicht nur
für Lüneburger Kuwis interessante Frage in einer hochkarätigen
Podiumsdiskussion am 31.01.02 an der Universität Lüneburg mit Roger
Behrens, Stefanie Bunk, Rolf Grossmann und Carola Schormann. Anschließend
wurde bei der Enhanced Listening Session mit Pinky Rose und DJ Lawrence natürlich
weiter diskutiert und der Diskurs mit den passenden Hörbeispielen unterlegt.
Adventsfete
08.12.2000
Michael Harenberg geht nach Bern, Weihnachten kommt. Diese Tatsachen nehmen
wir zum Anlass, mit festlicher elektronischer Musik einen besinnlichen Ausklang
des Jahres 2000 zu gestalten. Visuals gibts von Web-Jay Thorsten Klages, Musik
vom Plattenteller unter den Händen verschiedener Projektmitarbeiter. Wir
stellen einige Tracks aus unserer Musiksektion vor und uploaden gemeinsam das Produkt des Monats Dezember.
Testcard: Pop und Krieg
26.10.2000
Die testcard-Crew ging mit der zur Frankfurter Buchmesse (18. bis 23. Oktober)
erscheinenden neunten Ausgabe zum Thema Pop und Krieg auf Live-Tour durch einige
ausgewählte deutsche Städte. An Bord waren die beiden testcard-Herausgeber
und -Begründer Johannes Ulmaier und Martin Büsser sowie das gerade
fertiggestellte Hörspiel Top of the World des Frankfurter Musik-Produzenten
Albrecht Kunze, welches von Albrecht Kunze selbst und Karolina Sauer Live aufgeführt
wurde. Passend zur Aufführung befindet sich in der aktuellen Ausgabe des
halbjährlich erscheinenden Buchmagazins ein Interview von Martin Büsser
mit Albrecht Kunze zu dessen Pop- und Kriegshörspielen, welche moderne
Tanzelektronik mit scharf analysierender Kritik an machtpolitischen Hintergründen
von Kriegen, ihrem Entertainmentfaktor, gezielter Desinformation, Sport- und
Spielcharakter und nationalchauvinistischen Eigenheiten der Krieger verbinden.
Die Veranstaltung bestand aus der Aufführung des Hörspiels, einer
kurzen Vorstellung der testcard-Buchreihe, der Lesung aus der aktuellen Ausgabe
durch die Autoren/Herausgeber, einer anschließenden Diskussion und einer
SoundLecture, wobei zum Themenschwerpunkt, Pop und Krieg gezielt Musik vorgestellt
und aufgelegt wurde.
Root99
29.11.1999
Am 29.11.1999 wurde im Rahmen von Root99 im ART301 die Geschichte der schwarzen
Musik vom Soul bis zum HipHop rekapituliert: Die DJs Fill und Stoecker Stereo
gestalteten hierzu einen Abend mit Musik von den beiden Plattentellern, Blaxploitation-Filmen,
Freestyle-HipHop-Jams und LiveBands. Wie gewohnt wurden hierzu eisgekühlte
Getränke serviert...
LIEM CDMC Madrid / Adolfo Nunez
20.07.1999
Seit es 1985 eröffnete, ist das Centro para la Difusión de la Música
Contemporánea Anlaufstelle für Komponisten elektroakustischer und
Computermusik aus ganz Europa und Südamerika. Im Laboratorium können
sie Erfahrungen mit Echtzeitelektronik sammeln, die Techniken der elektroakustischen
und Computermusik erlernen und aufwändige Kompositionen verwirklichen.
Zur Hyperkult 10002 hat der Leiter des LIEM/CDMC, Adolfo Nunez, einige dieser
Kompositionen vorgestellt, so zu Beispiel Emiliano del Cerro: Hiperbole de mei
memoria, David Alarcaès: Dy fantasia sabre saltar, Consuela Diez: Maternidad
und Adolfo Nunez: Jurel.
Rebus
20.07.1999
Die Multimedia-Performance REBUS von Reinhart Büttner und Nikolaus Heyduck
wurde im Rahmen der Hyperkult
10002 vom 19. bis zum 21.07. 1999 aufgeführt. REBUS versteht
sich als "falsches Bilderrätsel, da es in ihm keine feststehenden
Bilder gibt, ohne die man kein Bilderrätsel lösen kann - andererseits
ist es gerade darum ein richtiges Bilderrätsel, weil es in ihm keine feststehenden
Bilder gibt, denn das, an dem wir herumrätseln, hält in der Regel
auch nicht still. Der Läufer ist "Opfer" und "Täter"
zugleich. Er hantiert mit einem Quadrat, auf das projeziert wird und das gleichzeitig
durch seinen Schatten neue Bilder schafft. Da das eine Rätsel ein weiteres
Rätsel erzeugt, könnte man das Stück eine 'realistische Parabel'
nennen." (Büttner und Heyduck, Juli 1999). REBUS zitiert die minimalistische
Form des Konstruktivismus bzw. des Suprematismus. Reminiszenzen z.B. an Malewitschs
Schwarzes Quadrat sollen verdeutlichen, was die zeitgenössische digital
hergestellte audiovisuelle Kunst den Traditionen der bildenden Kunst, des radikalen
Experimentalfilms, der elektroakustischen Musik und des minimalistischen Ballets
verdankt.
Rastermusik / Noton
11.05.1999
Carsten Nicolai (Labelchef Noton, Bildender Künstler), Olaf Bender (Geschäftsführung,
Graphische Gestaltung) und Frank Bretschneider (Produktion) arbeiten im Kollektiv
und in Einzelprojekten wie Komet, Signal, Produkt und Noton an verschieden Ansätzen,
die Linearität des Techno bis an die Grenze ihrer Möglichkeiten auszureizen.
Veränderungen entwickeln sich aus unscheinbaren Eingriffen auf langer Strecke,
durch Addition und Subtraktion einzelner Sounds, die Aufmerksamkeit bündeln,
Erwartungshaltungen erzeugen und zugunsten der Funktion mit ihnen brechen.
Technisch gesehen zerlegt das Raster, programmatischer Oberbegriff aller Projekte,
analoges Ausgangsmaterial in diskrete Punkte und fügt diese neu zusammen.
Es steht metaphorisch für die Abstraktionsebene, auf der Musik im Rastermusik-Kontext
verhandelt wird: Die Komplexität soll durch Isolation ihrer konstituierenden
Momente in die Einfachheit überführt werden, stets aber deren Vorraussetzung
sein.
Music Business Online
ab 10.05.1999
Nach den Gastvorträgen im Seminar 'Musik Business Online' im Wintersemester
1999 wurden Interviews mit den Gästen durchgeführt. Diese Interviews
stehen nun als RealAudio Stream bereit. Auskunft geben Sascha Siebenmorgen von
der mov.a.bit GmbH, die zum Zeitpunkt des Interviews auf Online-Distribution
per Liquid-Audio setzte und sich mittlerweile 'Full Service Provider für
digitale Distribution, Online Promotion, elektronischen Verkauf von Musik und
redaktionelle Services' bezeichnet, jetzt also in erster Linie als Agentur auftritt.Jens
Matthiesen von Labelnet, die eine Business-to-Business Kommunikationsplattform
für kleine Musikverlage etablieren wollen. Achim Fehlau von Boxman, die
physische Datenträger über das Internet distribuieren wollten und
mittlerweile offensichtlich kurz vor dem Konkurs stehen. Dr. Martin Schäfer,
der sich im Auftrag der IFPI mit Urheberrechtsfragen im Zeitalter der Online-Distribution
auseinandersetzt.
Electronic Juice 3.0
18.02.1999
Am 18. Februar 1999 war das Electronic Juice Kollektiv des Projekts "Ästhetische
Strategien in Multimedia und digitalen Netzen" zu Gast beim FORO
ARTISTICO, dem internationalen Medienkunstforum in Hannover, Seilerstr.
15-17. Nach dem Vortrag von Dr. Rolf Grossmann zum Thema "Godzillas big
yellow taxi - Xtended Sampling III" wurden von unseren Resident-DJs elektronische
Tanzmusik und Liveprojektionen von Netzkunst serviert. Die Veranstaltung war
ein Gemeinschaftsprojekt mit unserem Kooperationspartner Netz/Werk/Kultur
der Universität Hildesheim.
WE™
09.02.1999
Ein Jahr nach ihrer ersten großen Europatournee waren WE, die musikalische
Sektion der Multimedia-Gruppe MultiPolyOmni, erneut in Deutschland zu Gast,
um Material ihres zweiten Albums "The Square Root Of - 1" live vorzustellen.
In Zusammenarbeit mit dem ASTA-Kulturreferat waren WE am 09.02.1999 im ART301 (Gebäude 7, Unicampus) zu Gast. Live-Elektronik, DJing mit Olive und Tourgast Raz Mesinai (bekannt als Drummer, Produzent, DJ und der Mastermind hinter klangvollen Projekten wie SubDub und Badawi) zogen rund 150 Interessierte an. WE ist ein Projekt der New Yorker DJs Olive, Lloop und Once11, die neben DJ Spooky und der "Word Sound" Allianz um Multitalent Bill Laswell als Protagonisten des New Yorker "Illbient" gehandelt werden. Sie verstehen sich als Produzenten "abstrakter elektronischer Tanzmusik", Tanzmusik also, die ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten in Frage stellt. Eine Aufarbeitung der Musikgeschichte findet hier über die Herstellung neuer Zusammenhänge durch uneingeschränkten musikalischen Nomadismus statt, als einzig vereinheitlichendes Prinzip bleibt der Breakbeat bestehen.
Freunden experimenteller Musik dürften Lloop, Once11 und Olive keine Unbekannten sein: Ihr Label "Asphodel" gehört zu Amerikas ersten Adressen für experimentelle elektronische Popmusik, die Tour ihrer ersten Band "Liminal" wurde von der New Yorker "Knitting Factory" gehostet, und DJ Olive wirkte an Uri Caine's Gustav Mahler - Projekt mit.
Schlammpeitziger
05.11.1998
Am 05.11.98 haben wir rund 200 Studienanfängern und anderen Interessierten
mittels einer Veranstaltung mit anschließender Party im Rechenzentrum
unsere Arbeit präsentiert. Jo Zimmermann alias Schlammpeitziger, Kölner
DJ, Maler, Musiker, Zeichner und Performer, hat zunächst im Rahmen eines
Workshops über seine Aktivitäten im Dunstkreis von A-Musik
Brüsseler Platz 10a, Kunstpiraten und 'electronic cologne' ausführlich
Auskunft gegeben. Anschließend konnte in Raum 7.301 erlebt und betanzt
werden, worüber am Nachmittag räsonniert wurde. Die visuelle Untermalung
zu Schlammpeitzigers DJ-Set lieferten einerseits Live-Projektionen von Internetkunstseiten
durch Web-Jay Thorsten Klages, andererseits ein von Jan Kristian Wiemann und
'open office' gestalteter Remix des Videokunst-Magazins "Zapp". Außerdem
präsentierte Reinhard Koch seine Klanginstallation 'SW334-xv. 1.01 build
43', eine Hommage an die vom Roland TB303 losgetretene Acid-Revolution. Schlammpeitziger
gilt als eine der Schlüsselfiguren des Phänomens 'electronic cologne',
unter welchem die derzeit sehr aktive Kölner Elektronikszene um so unterschiedliche
Künstler/Projekte wie Mouse on Mars, Air Liquide, Whirlpool Productions,
Mike Ink und Dr. Walker sowie Labels wie Profan, A-Musik, Elektro Bunker und
viele mehr subsumiert werden. Schlammpeitziger, der zunächst als Aktionskünstler,
Maler und Zeichner tätig war, veröffentlichte 1993 seine erste MC
'Erdrauchharnschleck' auf dem Mini-Label Entenpfuhl, 1997 folgte 'Freundlichbaracudamelodieliedgut'
(a-musik/indigo), und vor kurzem erschien 'Spacerokkmountainrutschquartier '
(ebenfalls a-musik/indigo), das er zusammen mit Jan St.Werner von Mouse on Mars
produzierte. Weiterhin arbeitet er zusammen mit F.X. Randomiz im Duo Holosud,
die ebenfalls über A-Musik veröffentlichen. Schlammpeitzigers musikalische
Wurzeln liegen in der deutschen Elektronik der frühen 80'er (Telex, Der
Plan), in ihrer blumigen Weitschweifigkeit erinnert seine Musik aber auch oft
an NEU! oder die frühen Tangerine Dream. Lo-Fi ist dabei künstlerisches
Prinzip: 'Alles, was ich mir unter den Arm klemmen kann, ist mir ziemlich recht'.
ein ander
17.07.1998
Live Konzert für Schlagzeug und physical-modelling Synthesizer auf der
Hyperkult VII von Frank Fiedler und Michael Harenberg.
Die Grundidee des Projekts "ein ander" besteht darin, dass zwei Komponisten für den jeweils anderen als Instrumentalisten komponieren. Die beiden unabhängig voneinander erarbeiteten Partituren ergeben ein ca. 15minütiges Duo für Schlagzeug und Physical Modeling Synthesizer. Durch die elektronische Verkopplung des Instrumentariums entsteht bei der Aufführung eine Ebene der Interaktivität, die in einer übergreifenden Partitur gemeinsam festgelegt wird. So können sich in bestimmten Phasen die Instrumente wechselseitig beeinflussen.
Topophonien
16.07.1998
Im Rahmen der Hyperkult VII (16.-18.07.98) stellte die Musikerin und Komponistin
Sabine
Schäfer ihre 8-kanalige Klanginstallationen "Topophonie Nr. 3"
und "Artificial Soundscape No. 3" vor.
Electronic Juice 1.0
07.05.1998
In Zusammenarbeit mit dem Labor Kunst & Wissenschaft und dem Kunstraum der
Universität Lüneburg zur Eröffnung der Ausstellung Wolfgang Kiwus:
"Technopaigna - Der geistige Mensch und die Technik" fand am 07.05.98
im Art301 die erste Veranstaltung aus der Reihe Electronic Juice statt. Die
Mitarbeiter des Projekts reichten elektronische Tanzmusik zu gekühlten
Getränken.



