((audio)) - Ästhetische Strategien
Ästhetische Strategien
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Ältere Seminare und Materialien

Hier sind ältere Seminare und ihre Websites archiviert. Wir haben nur solche in die Liste aufgenommen, die noch nach längerer Zeit aufgrund ihrer seminarbegleitenden Materialien interessant sind. Veranstaltungen, die durch keine spezielle Seite begleitet wurden, tauchen also nicht auf. Teilweise sind die Zugänge aus rechtlichen Gründen passwortgeschützt, so dass nur Teilnehmer des Seminars Einlass haben.


 

»It's a Family affair«? Erfindungen sozialer, ästhetischer und technik-generationaler Beziehungen in Post-Soul-Soundkulturen (Seminar)

Old School / New School, Vinyl DJ / Serato DJ, Tribes / Afrofuturists, Retro-Boombap / Future Beats … . Immer wieder tauchen in Soul, Funk, Hip Hop und Electronic Dance Music generationale Termini und Narrative auf. In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit Behauptungen von Erfahrungsgemeinschaften sowie postkolonialen und afrofuturistischen Erbschaftsmythen. Solche Erfindungen ›neuer‹ Generationen machen zwei paradoxe Dinge auf einmal: Sie setzen sich mit jugendlichem Leichtmut von Vorgängerinnen und Altvorderen ab, während sie sich zugleich tief in traditionsreiche Zusammenhänge verstricken, vermeintliche Hoheitsansprüche verteidigen und Zugehörigkeiten unterstellen. Der Family-Tree wurzelt nun mal in einer Baum-Metapher. Umso seltsamer vielleicht, dass gerade in zeitgenössischen Technik- und Soundkulturen allen rhizomatischen Unkenrufen entgegen die ›Generation‹ wieder Konjunktur hat. Das gilt beispielsweise für die Erfindung von Kohorten, zu deren Vorstellung ‚Generation‘ eng mit einem musikalischen ‚Genre‘ verknüpft wird, und ebenso für technische (Musik-Mach-)Dinge, die vermeintlich von 2.0 zu 3G alles neu machen, aber sehr traditionsbewusst vermarktet werden. Im Seminar zielen wir auf das Zusammentragen von musikalisch wie technisch geprägten, strategischen Beziehungs- und Entwicklungserzählungen und die Analyse von möglichen dahinter stehenden Motiven.

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Von Pauken und Trompeten. Musikinstrumentenklassifikationen im interkulturellen Vergleich. (Seminar)

In den allermeisten Kulturen der Welt wird nicht nur Musik gemacht, sondern auch darüber nachgedacht. Ein wichtiger Bestandteil solchen Nachdenkens über Musik ist seit jeher das Bestreben, die zur Verfügung stehenden und/oder bekannten Musikinstrumente in eine sinnvolle Ordnung zu bringen. Ausgehend von der musikwissenschaftlichen Instrumentenkunde, bietet das Seminar einen vergleichenden Überblick über eine Auswahl von Musikinstrumentenklassifikationen verschiedener Zeiten und Kulturen und ergründet dabei Fragen nach dem Sinn (und Unsinn) von Ordnungen, der Zweckmäßigkeit von Klassifikationen und schließlich auch nach dem Wesen des Musikinstruments. Die Studierenden lernen neben einer Vielzahl von Musikinstrumenten auch unterschiedliche Perspektiven auf Instrumente und Musik im Allgemeinen sowie deren Rolle in verschiedenen Kulturen kennen und erproben so das theoretische Arbeiten an und mit kulturellen Konzepten.

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On Camera! Die Musikdoku als (Pop)Kulturgeschichte (Seminar)

Die Historisierung von Pop-Kultur hat immer schon auf ganz unterschiedlichen Kanälen statt gefunden. Dies zeigt sich gerade am Beispiel von HipHop, dessen mittlerweile kanonischer Gründungsmythos ebenso eng mit Filmen wie »Wild Style« (Charlie Ahern, 1983), »Beat Street« (Stan Nathan, 1984) oder »Style Wars« (Henry Chalfant, 1983) verkoppelt ist, wie seine folgende Durchsetzung als globale/glokale Musikkultur. In diesen Filmen wurden die teils sehr heterogenen kulturellen Phänomene und Gruppierungen der New Yorker South Bronx (Blockparties, B-Boys/B-Girls, DJ's, MC's, Graffiti-Writer, etc.) zum ersten Mal gemeinsam ›ins Bild gesetzt‹. Musik-Dokus sind aus solcher Perspektive betrachtet keineswegs neutrale Beobachtungen von (pop)kulturellen Phänomenen, sondern verhandeln immer schon – quasi als Bild- und Sound-Mikropolitik – Genre-Grenzen, Gruppenzugehörigkeiten und ästhetische Programme.


Grundlagentexte zum Computer als Medium (Seminar)

Digitale Medien haben die Eigenschaften der Universalmaschine Computer 'geerbt': Coderung, Raster, Regel, Programm, Vernetzung. Sie verändern - wie bereits alle neuen Medien der Vergangenheit - die medienbezogene Konstruktion von Wirklichkeit auf spezifische Weise. Die spannende Frage nach dem historischen Ort dieses Umbruchs und den individuellen und soziokulturellen Veränderungen wird in theoretischen Ansätzen unterschiedlich konzeptualisiert. Anhand ausgewählter Texte sollen aktuelle Positionen und ihre Voraussetzungen erarbeitet werden.

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Musikgeschichte Europas 1700 bis 1900. Ein Überblick aus der Perspektive des Orts und Raums von Musik

Die Lehrveranstaltung wird halb im Vorlesungs-, halb im Seminarstil gehalten. Sie bietet einen Überblick über die europäische Musikgeschichte in der kurzen und mehr und mehr als Sonderfall erscheinenden Ära der funktionalen Dur-Moll-Tonalität, die erst um 1700 voll entwickelt war und um 1900 schon wieder bröckelte. Wahrscheinlich ist es kein Zufall, dass genau dies die historische Spanne der "absoluten", von konkreten Orten und Themen abgelösten Musik war. Musikmachen in seinen verschiedenen Handlungsformen Komponieren, Musizieren, Hören fand an einem Un-Ort statt. Das ist das Subthema der Lehrveranstaltung. Genau werden wir auch die Folgeerscheinungen betrachten: Man sucht "in" der Musik wieder einen Ort (musikalische Charakteristik im 18., Charakterstück im 19. Jh.); man errichtet Stätten eigens für die Musik (nicht mehr Schlösser, Villen und Kirchen wie bis ins 17. Jh., sondern Opernhäuser, Konzerthallen, Festspielhäuser); in der Architektur des musikalischen Satzes bilden sich Raum- und Ortsanalogien aus (Tonika als Zentrum, zu dem andere harmonische Orte in den Relationen oben/unten, vorn/hinten, näher dran/weiter weg stehen).


Die Rhythmusbewegung im frühen 20. Jahrhundert

Um 1900 kommt im deutschsprachigen Raum eine ästhetische Praxis auf, die Anleihen bei diversen Künsten nimmt (Musik, Tanz, Poesie, Sport), aber den Anspruch erhebt, das zu kultivieren, was allen Künsten als elementarer Vorgang zugrunde liegt: Rhythmik. Bis heute ist Rhythmik Disziplin an Musik- und Schauspielschulen, und Elementare Musikpädagogen behaupten bis heute, das Rhythmische sei der Urmodus aller Künste.

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Corporate Sounds. Produktion und Konzeption akustischer Markenführung

Sonic-, Sound-, Audio- sowie Acoustic Branding sind Pseudonyme für die klangliche Gestaltung von Marken, Produkte und Unternehmen. Sie sind längst ein wichtiger Bestandteil der Markenkommunikation geworden und bestehen weit mehr als aus einer Aneinanderreihung einzelner Töne. Vielmehr geht es darum, ein Unternehmen, mit Hilfe eines Corporate Sounds akustisch zu repräsentieren und dessen Markenwerte und Visionen unverwechselbar mit Hilfe von Sound Design zu gestalten. Während des Seminars sollen die Grundlagen der akustischen Markenführung vermittelt werden sowie eine kritische Betrachtung im Hinblick auf die Ziele der Klangökologie erfolgen. Neben dieser theoretischen Auseinandersetzung bildet die praktische Beschäftigung mit Sound Design und Musikproduktion den Schwerpunkt dieses Seminars.


Supporting Wikipedia: Begriffe aus der auditiven Kultur (Seminar)

Nach einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit Wikimedianern (Wikimedia ist die Betreibergesellschaft von Wikipedia) in einem Seminar 2011 werden wiederum ausgewählte Wikipedia-Einträge aus dem Feld auditiver Kultur überarbeitet bzw. neue Items erarbeitet und eingestellt. Dabei werden sowohl Fachtermini als auch Biographien durchgesehen und auf den neuesten Forschungsstand gebracht.
Neben den fachlichen Aspekten wird auch die medienbedingte Veränderung der Aneignung und Verbreitung von Wissen thematisiert. Das Seminar versteht sich als Beitrag zur offenen Wissenskultur im Netz.

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Musik aus Musik(-Geschichte). Sampling und Remixing als klingende Musikgeschichte (Projektseminar)

»Tell the truth, James Brown was old / 'til Eric and Ra came out with ›I got soul‹. / Rap brings back old R'n'B / and if we would not, people could have forgot.«
Auf dem Klassiker ›Talkin' all that jazz‹ der Rap-Gruppe Stetsasonic wird es schon 1988 auf den Punkt gebracht: Sampling ist keineswegs bloß der faule Diebstahl an der Kreativität anderer. Sondern es kann selbst ein höchst kreativer Umgang mit den kulturellen Archiven (also: den Plattensammlungen) und damit ein aktives Gestalten von Musik-Geschichte sein.

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Audio-Video Sequencing - intermediale Theorie und Praxis (Projektseminar)

Die Veranstaltung widmet sich der Praxis intermedialer Produktion und Performance. Im ersten Teil wird in die Programmumgebungen für die Verkoppelung von Bild und Ton eingeführt sowie ein Überblick über intermediale Kunst von der "visuellen Musik" Oskar Fischingers bis zum VJing gegeben. Im zweiten Teil der Veranstaltung werden eigene Anwendungen erprobt und ausgearbeitet.

Wichtig: Vorkenntnisse im Sequenzing (zum Beispiel aus dem Modul Auditive Gestaltung oder Digitales Audio) werden vorrausgesetzt.

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» ›The little metal box who stole the drummer's job‹. Zu Geschichte und Ästhetik von Rhythmusgeräten und Drum-Machines« (Seminar)

Den Takt aktueller Musik schlagen uns heute zu allermeist Maschinen. Trotzdem verlief die Entwicklung von Rhythmus-Apparaten und Drum-Machines bisher weitestgehend unter konsequenter Nicht-Beachtung durch wissenschaftliche Instanzen wie Instrumentenkunde oder Technikgeschichte. Dabei lässt sich ausgehend von aktuellen Technologien wie dem Hardware/Software-Hybriden Maschine von Native Instruments eine zerklüftete Genealogie von Geräten nachzeichnen - etwa über AKAI's MPC Reihe oder die berühmten Transistor Rhythm-Maschinen von Roland, bis an den Beginn des 20. Jahrhunderts, zu Leon Theremins Rhythmicon. Von der modernen Avantgarde eines Henry Cowell bis zu HipHop- und House-Musik erzählen Drum-Machines und Rhythmus-Apparate so ihre ganz eigene(n) Geschichte(n), in der technische und ästhetische Entwicklungen aufs Engste miteinander verflochten sind.

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Campus Compilation - "Der Sound der Leuphana" (Seminar)

Das Projekt "Campus Compilation" soll die vielfältigen musikalischen Aktivitäten von Studierenden aller Fachrichtungen zusammenführen. Als Ergebnis wird ein musikalischer Querschnitt der Leuphana auf einem eigenen Sampler präsentiert werden. Das Seminar (Komplementärstudium WiSe 2012/13, Modulbereich "Projekte und Praxis") richtet sich an Studierende, die bereits Erfahrungen im Bereich der elektronischen Musikproduktion gesammelt haben und Interesse haben, ihre Musik für die Compilation zur Verfügung zu stellen, sowie sich an der Herstellung der CD zu beteiligen.

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Medienkulturen des Virtuellen (Seminar)

Im Seminar sollen verschiedene neuartige Instrumenten-Designs und vor allem die ästhetischen Strategien, die hinter diesen Designs stehen und sich irgendwo im Spannungsfeld von Klangerzeugung und Klangsteuerung bewegen, vorgestellt und untersucht werden.

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Medienmusikdiskurse. Ausgewählte Texte und Musik (Seminar)

Die Veranstaltung besteht aus 14-tägigen Blöcken, von denen jeweils 2-3 Sitzungen zu einer Thematik zusammengefasst werden. Vorgesehene Themen sind: Kultur-Flatrate für Musik/Urheberrecht online von Creative Commons zu C3S, Das live-Erlebnis in der digitalen Musikpraxis, Musik als Neuro-Phänomen, Die Geschichte von Atlantic Records. Weitere Themen sind willkommen.
Texte des Diskurses über Musik und Medien werden anhand Anwendungsfeldern und Hörbeispielen reflektiert. Bewusst wurde eine vierzehntägige Form mit jeweils vier Stunden gewählt, damit genügend Zeit zum Lesen, Hören und Diskutieren zur Verfügung steht. Die Veranstaltung hat Forschungscharakter und soll dem intensiven Austausch und der Diskussion unter allen Beteiligten dienen.

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Listen to the record spinning!
Medientheorie(n) mit den Ohren (Seminar)

Das ›erkenntnistheoretische Primat des Visuellen‹ (Frank Hartmann), das auch den Blick eines Großteils zeitgenössischer Medientheorien nach wie vor leitet (und bannt), ist mittlerweile oft kritisiert und dennoch nur selten behoben worden. Medien – was auch immer sie genau sein mögen – bilden ab, zeigen, (re)präsentieren. Wie könnte ein Nachdenken über Medien aussehen – oder besser: wie könnte es sich anhören? –, das diese nicht mehr als Spiegel, Fenster oder Höhlenwand vorstellt, sondern zunächst versucht, sie zu hören, ihnen zu lauschen?
Hinweise finden sich, wie so oft, quer zu disziplinären Grenzwällen bei Philosophen wie Michel Serres, Jean-Luc Nancy oder Peter Szendy, in den Diskursen der popular music- wie auch der sound studies, in Technikgeschichte und Anthropologie oder auch den sonic fictions von Kodwo Eshun. Das Seminar möchte dieses weite Feld gerade nicht ›sichten‹, sondern es als ein Durcheinander unterschiedlicher Stimmen hören, um nach Echos zu suchen oder durch Überlagerung Resonanzen zu erzeugen. Die (inkonsequente) klassische Textarbeit soll dafür immer wieder durch Klangbeispiele übertönt werden.

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Sound Cultures - Diskurse zeitgenössischer Medienmusik (Seminar)

Die Phonographie und die digitalen Medien haben unser Verständnis von Musik und ihre Gestaltungskategorien grundlegend verändert. Die Orientierung an 'Tönen' weicht einer umfassenderen Komposition von 'Sound': musikalische Kultur öffnet sich in einen weiteren, technikkulturell geformten Bereich von auditiver Kultur, die im wissenschaftlichen Diskurs unter Etiketten wie SoundCulture, Audio Culture oder Auditory Culture verhandelt wird. Das Seminar beschäftigt sich mit ausgewählten Texten der ensprechenden deutschen und englischsprachigen Publikationen.

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Methoden einer erweiterten Musikwissenschaft (Seminar)

Das Seminar bietet eine Einführung in die methodisch-theoretischen Grundlagen der historischen und systematischen Musikwissenschaft und ihre Nutzbarkeit im Hinblick auf aktuelle Phänomene auditiver Kultur. Ausgehend von der disziplinären Abgrenzung zwischen musik- und kulturwissenschaftlicher Perspektive werden die traditionellen Gegenstände und Methoden der Musikwissenschaft um kultur- und medienwissenschaftliche Ansätze erweitert.

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Musik im kulturellen Diskurs (Seminar)

Worüber sprechen wir, wenn wir über Musik sprechen? Wie wird unser Denken über und Handeln mit Musik davon beeinflusst, was wir glauben, über Musik zu wissen? Was können wir überhaupt über Musik wissen? Und vor allem: Wie können wir zu solchem Wissen gelangen? Ausgehend von diesen Fragen setzen sich die Studierenden im Seminar mit zentralen Aspekten grundlegender Theorien und Methoden einer kultur- und medienwissenschaftlich informierten Musikwissenschaft auseinander. Im Vordergrund steht dabei neben Textarbeit und Seminardiskussion ein eher phänomenologisches Vorgehen bei derschrittweisen Erarbeitung einer eigenen, musikwissenschaftlich relevanten Fragestellung für die Hausarbeit. Ziel des Seminars ist ein Überblick über grundlegende Frage- und Forschungsrichtungen einer erweiterten Musikwissenschaft sowie über einige spezifische Methoden, derer sie sich bedient.

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Stevie Wonder und die Futurhythmisierung des Motown-Soul (Seminar)

In frühen Jahren von der Ästhetik des Motown Sound geprägt, gelingt es Stevie Wonder wie kaum einem anderen Motown-Künstler, sich von dem übermächtigen Label zu emanzipieren und nicht zuletzt mithilfe neuer musikalischer Gestaltungsmittel einen eigenen Stil zu definieren. Als einer der ersten setzt der Multiinstrumentalist analoge und digitale Synthesizer (ARP, Emulator, Fairlight, Korg, Moog) im Bereich populärer Musik ein. Im Laufe seiner bis dato fünf Jahrzehnte andauernden Karriere thematisiert er fortwährend den State of the Art tastaturgesteuerter Klangmaschinen, aber auch einer Reihe von Stimmeffektgeräten von der Talk Box über den Vocoder bis zu Auto-Tune, und prägt dabei einen Soul, dessen Sound von traditionellen Instrumenten und elektronischen Medien gleichermaßen getragen wird. Ausgehend von dieser Perspektive und einem Überblick über Leben und Werk Stevie Wonders setzen sich die Studierenden im Seminar intensiv mit ausgewählten Aspekten der Produktion und Rezeption seiner Musik auseinander. Bei der Beschäftigung mit Fragen nach Instrumentarium, Material, musikalischen Gestaltungsstrategien und Aufnahmeverfahren verhandeln sie gleichzeitig Begriffe des Afrofuturismus und der Sonic Fiction Kodwo Eshuns sowie populärer Soundkulturen des 20. Jahrhunderts.

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Sampling. Geschichte, Praxis, Ästhetik (Seminar)

In der DJ-Culture, aber auch in vielen anderen Bereichen der U- und E-Musik ist Sampling inzwischen ein etabliertes Verfahren musikalischer Gestaltung. Das Seminar bietet eine grundlegende Einführung in Geschichte, Technik, Ästhetik und musikalische Praxis des Sampling.

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Vom Grammophon zum iPod: Stationen einer Mediengeschichte auditiver Kultur (Seminar)

Mp3-Player, Laptop und Smartphone sind die vorläufig letzten Stationen einer Mediengeschichte auditiver Kultur, die unsere Art und Weise, Musik zu hören, aber auch zu gestalten und zu verbreiten, entscheidend geprägt hat. Im Seminar soll diese Chronologie in ihren wichtigsten Stationen betrachtet und im Kontext auditiver Praxis beleuchtet werden: Wie gestaltet sich das Verhältnis Speichermedium – Apparat konkret aus? Wie kann der Aspekt der Portabilität, also das „Mitnehmen von Klängen“, ästhetisch nutzbar gemacht werden? Und schließlich zentral: Auf welche Weise eröffnen die als Reproduktionsmedien verstandenen Technologien neue Möglichkeiten und Strategien auditiver Gestaltung?

Das Seminar möchte einen Überblick bieten über die wichtigsten Stationen der Entwicklung technischer Audiomedien, aber auch deren konkrete Einbindung in auditive Praxis. Damit soll eine Grundlage für eine technikkulturelle Perspektive geschaffen werden, die auditive Kulturen und ihre Medien im Zusammenhang betrachtet.

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Medienmusikdiskurse und musikalische Struktur. Hören, Analysieren, Diskutieren (Seminar)

Texte des Diskurses über Musik und Medien werden anhand von Hörbeispielen reflektiert. Dabei geht es darum, die oft nur oberflächliche Berücksichtigung der klingenden Objekte durch eigene Analysen und zusätzliches Audiomaterial zu ergänzen. Bewusst wurde eine vierzehntägige Form mit jeweils vier Stunden gewählt, damit genügend Zeit zum Lesen, Hören und Diskutieren zur Verfügung steht. Die Veranstaltung hat Forschungscharakter und soll dem intensiven Austausch und der Diskussion unter allen Beteiligten dienen.

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Soundkulturen der populären Avantgarde - Miles Davis (Seminar)

Miles Davis steht wie kaum ein anderer Jazzmusiker für stilistische Vielfalt und die Teilhabe an populären Soundkulturen. Ausgehend vom Bebop Charlie Parkers bis hin zum Fusion-Jazz mit dem Rockgitarristen Mike Stern formt Davis neue ästhetische Konzepte des Jazz und integriert dabei sowohl populären Stile als auch die klanglichen Möglichkeiten des technischen Wandels. Das Seminar wird sich neben dem Überblick über Leben und Werk auf die Korrespondenzen zwischen musikalischen Formen sowie Spielweisen des Jazz und der technikkulturellen Entwicklung der populären Musik konzentrieren. Seitenblicke auf so verschiedene Zeitgenossen und Nachfolger wie John Coltrane, Jimi Hendrix und Till Brönner werden nach Möglichkeit ebenfalls eine Rolle spielen.

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Konzeption und Gestaltung gestischer Musikinterfaces (Projekt)

Die Veranstaltung umfasst die eigene theoretische Konzeption und technische Umsetzung von computerbasierten Musikinstrumenten, die sich mit dem Gamecontroller Nintendo Wii-Remote steuern lassen.

Als Grundlage wird ein Überblick über Interface-Gestaltung in elektronischer Musik und Medienkunst vermittelt und im Hinblick auf künstlerische und technologische Konzepte diskutiert.

Der praktische Teil des Seminars erfordert die Bereitschaft, einfache musikalische Programmier-Techniken zu erlernen und anzuwenden.
Die Sensoren der Wii-Remote erfassen präzise Dreh- und Beschleunigungsgesten, die sich z.B. mithilfe der Software junXion in musikalische Steuerdaten (MIDI oder OSC) übersetzen lassen können. So können sie - in Verbindung mit Audiosoftware - z.B. dazu verwendet werden, gespeicherte Klänge dynamisch abzurufen oder ein Mikrofonsignal live zu modulieren.

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Einführung Medientheorien 1 und 2 (HK Bern)

Dieses externe Seminar findet an der Hochschule der Künste Bern im Studienbereich "Musik und Medienkunst" statt. Gemeinsam untersuchen wir die zentrale Rolle, die insbesondere die technischen Medien in jüngeren Prozessen des kulturellen Schaffens und Erlebens spielen, anhand ausgewählter theoretischer Texte des 20. Jahrhunderts. Diese werden im medientheoretischen Diskurs sowie in Praxisbezügen zu zentralen Arbeiten in Musik und Medienkunst diskutiert.

Dabei sollen 'klassische' Texte unterschiedlicher theoretischer Ansätze erörtert werden, die sowohl Medien in ihrer kulturellen Existenz und Genese (gesprochene Sprache, Schrift, Musik etc.), den konkreten technischen Medienwandel (Buchdruck, Phonographie, Photographie, Film) als auch Massenmedien (mit Übertragungs-, Speicher- und Simulationstechniken) betreffen.
Der Computer als neues Medium berührt alle diese Felder, deren historischer Kontext in digitalen, simulativen Anwendungen heute oft in den Hintergrund gerät.

Seminar-Webseite des ersten Seminarteils

Seminar-Webseite des zweiten Seminarteils

 


John Cage. Leben, Werk, Ästhetik

John Cage ist einer der wichtigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Mit seinen Schaffensphasen verbinden sich u.a. Begriffe wie prepared piano, Emanzipation des Geräuschs, Aleatorik, Indeterminismus und Intermedia. Das Seminar beschäftigt sich im Detail mit Leben, Werk, Umfeld sowie mit den ästhetischen Strategien des Komponisten.

Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, einen Beitrag in Form eines mündlichen Referats, einer Sitzungsvorbereitung oder eines Protokolls zu leisten.

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Verfahren digitaler Audiobearbeitung

Praktische und theoretische Grundlagen sowie aktuelle Verfahren und Möglichkeiten digitaler Audioproduktion und -bearbeitung. Hierzu gehören u.a. die Aufnahme, Bearbeitung und Ausgabe/Speicherung von Audio mit dem Computer sowie die besonderen Anforderungen an Audiomaterial für aktuelle Datenformate, Multimediaanwendungen und Internettechnologien.

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Von der Partitur zum digitalen Plug-In. Musikalisches Material von Wagner bis Squarepusher

Das Seminar beinhaltet die Lektüre und Diskussion ausgewählter Texte zur Entwicklung des musikalischen Materials des 20. Jh.. Der Materialbegriff hat - nicht zuletzt durch den Wandel der Medien bis hin zum digital audio - verschiedene Facetten ausgeprägt, denen anhand von Texten und Beispielen nachgegangen werden soll. Neben einer theoretisch-historischen Klärung des Begriffs soll damit auch der technikkulturelle Aspekt thematisiert werden. Insbesondere soll der avancierte und für das 20. Jh. zentrale Materialbegriff Th.W. Adornos bezüglich seiner Erweiterbarkeit auf die klangformenden Prozesse der elektronischen und digitalen Medien überprüft werden.

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Virtualität - Strategien des Künstlichen

Für die Einen ist alles das virtuell, wo Computer entscheidend an der Kommunikation teilhaben, für die Anderen, was eben gerade nicht real geworden ist. Gemeinsam ist beiden Sichtweisen, dass das Virtuelle die Stelle bezeichnet, wo etwas Neues geschieht oder unterstellt wird, und zwar deshalb, weil Computer involviert sind. Als prominente Beispiele dienen die Bücher von William Gibson, die Technik der Virtual Reality, die vielen Versuche, mittels Internet die Kommunikation zu verändern (Virtual Communities, Virtual Organisations). Ein weiterer Akzent liegt - hier sind Studierende des Fachs Musik angesprochen - auf der Philosophie und Strategie von virtuellen Instrumenten, Plug-Ins und der Virtual Studio Technologie (VST). Das Seminar lotet die Techniken, die Hoffnungen, die Phantasmen dieses zentralen Begriffs der Computerkultur aus.

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Beitrag zur 10min-Philosophie-Vortragsreihe von Martin Warnke

 


Experimentelle Interfaces in Musik und Medienkunst

Das Seminar wird mit einem Anteil gemeinsamer Onlinesitzungen veranstaltet von
- Prof. Michael Harenberg, HKB Bern (Federführung)
- Dr. Rolf Großmann, Universität Lüneburg
- Prof. Dr. Bernd Enders, Universität Osnabrück
- Dr. Jin Hyun Kim / Prof. Dr. Uwe Seifert, Universität Köln und
- STEIM, Amsterdam.

Enthalten sind - je nach Schwerpunkt der beteiligten Institutionen - theoretische Anteile (Bestandsaufnahme künstlerischer Arbeiten und Diskurse; Lüneburg, Osnabrück, Köln) und praktische Arbeiten (hauptsächlich Bern, Amsterdam, teilweise Lüneburg: Entwurf, Konstruktion und Programmierung medienkünstlerischer Interfaces und kompletter künstlerischer Arbeiten). Die Online-Veranstaltungen werden hauptsächlich den Theoriebereich betreffen und im Wintersemester 06/07 stattfinden. (Hier gilt es auch, die unterschiedlichen Semesterzeiten in den Regionen zu berücksichtigen). In Bern und Lüneburg wird das Seminar mit den praktischen Arbeiten voraussichtlich im Sommersemester 07 fortgesetzt. Vorgesehen sind Anfang 2007 auch Treffen in Bern, Basel und Amsterdam evtl. auch an anderen Orten verbunden mit Seminarpräsentationen und Aufführungen.

Das Seminar ist außerdem Bestandteil eines größeren Forschungsprojektes des Studienganges Musik und Medienkunst an der Hochschule der Künste in Bern mit dem Titel "Klang (ohne) Körper. Der Verlust der Körperlichkeit und die Entgrenzung des klanglichen Gestaltungspotenzials in der elektronischen Musik" wo es im Rahmen der Fragestellung nach der Bedeutung des Körperlichen für die Klanggestaltbarkeit - auch in Bezug auf alte Musik! - natürlich auch um Interfaces gehen wird.

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Jazz Records. Zur Medienästhetik aufgezeichneter Musik

Die Klangästhetik aufgezeichneter Musik unterliegt einem ständigen Wandel. Ein Genre wie Jazz, das individuellen Sound, Authentizität, Live-Improvisation und Experiment als Teil seines ästhetischen Programms versteht, eignet sich besonders, um diesen Wandel unter der Lupe zu betrachten. Wie verändert sich der Sound des Jazz vor dem Hintergrund von Studiotechnik, Produzenten bzw. Label-Ästhetik und der jeweils medienbezogenen Erwartungen der Rezipienten? Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, einen Beitrag in Form eines mündlichen Referats oder eines Sitzungsprotokolls zu leisten.

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Die klangästhetische Gestaltung der Lebenswelt - Sounddesign und -branding

Inhalt: Medientechnologien verändern unsere Wahrnehmung und Lebenswelt. Nach der Phase der 'visuellen Leitkultur' rückt der auditive Bereich immer mehr ins Zentrum medialer und multimedialer Gestaltung. Die Akzentuierung neuer intermedialer Formen wie Klangkunst, Sounddesign und klingenden Logos in der gestalterischen Praxis ist unübersehbar, gleichzeit liefern Klanganthropologie und Klangökologie neue Stichworte für den wissenschaftlichen Diskurs.
Das Seminar geht von allgemeinen Grundlagen wie Wahrnehmung und Medientech-nologie, auditiven Räumen und Intermedialität aus, um konkrete Formen zu beschreiben und zu analysieren. Dabei werden Themen wie Soundscapes, Klangarchitektur, 'hybrid realities' bis hin zu Verfahren der Gestaltung von Sound für interaktive CD-ROMs, Audiologos und Klingeltönen eine Rolle spielen.

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Radioproduktion im Audiostudio. Sendereihe BEEP.

Inhalt: Die Sendereihe "Bestandsaufnahme elektronischer Popmusik" (BEEP) schafft einen Überblick der verschiedenen Gattungen und Stile von Popularmusik, deren Ästhetik von den verwendeten elektronischen Produktionsmitteln geprägt wurde. Das Material zu den Sendungen liegt in Form von Experteninterviews, Moderationen und Musikbeispielen bereits vor, kann und soll jedoch ergänzt und erweitert werden. Ziel des Seminars ist, den Umgang mit Cubase SX 3 als Digital Audio Workstation für Radioproduktionen zu vermitteln. Die Teilnehmer wenden in Projektteams das Erlernte an, um die BEEP-Reihe am Ende des Semesters sendefertig zu haben. Ausgestrahlt wird BEEP dann auf Radio ZuSa.

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AG elektronische Musik hören

Inhalt: Die als AG konzipierte Zusatzveranstaltung richtet sich an Studierende, die ihr Wissen über elektronische Musik vertiefen wollen. Die AG soll ein informelles Forum bieten, um über aktuelle Musik zu sprechen. Hörbeispiele werden gemeinsam ausgewählt und kommentiert. Rückblenden gewähren einen Einblick in die Geschichte des elektronischen Klangs. 'Klassiker' und neue Stücke sind unsere Diskussionsgrundlagen. Vor allem möchten wir uns für etwas Zeit nehmen, das in Seminarsitzungen oft zu kurz kommt: Im Vordergrund steht das Hören elektronischer Musik, ohne Rücksicht auf Stil- und Gattungsgrenzen. Kein Scheinerwerb möglich. Themenschwerpunkt: DJ Culture/Cut‘n‘Mix/Turntablism Für viele Teilnehmer war das ‘Auflegen‘ im Club der Anstoß, sich mit elektronischer Musik auseinanderzusetzen. Die Schallplatte ist die Konstante, die alle Epochen elektronischer Musik miteinander verbindet. Deshalb soll es im Wintersemester vor allem um die Themen ‘Auflegen‘/ ‘Mixen‘ gehen – Mit einem Blick über den Tellerrand aktueller Clubkultur hinaus. Außerdem ist ein weiteres ‘Lautsprecherkonzert‘ geplant.

AG-Plan SS 2005 (Playlists und Materialien)

 


Synthesizer, Sampler, Sequenzer. Einführung in die Verfahren digitaler Musikproduktion.

Inhalt: Mit der computergestützten Studioproduktion sind digitale Verfahren in nahezu jedem Kontext aktueller Musik zu finden. Auch für EinsteigerInnen verständlich werden grundlegende Techniken, Instrumente und ihre Anwendung behandelt. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, einen Beitrag in Form eines mündlichen Referats zu leisten. Eine Liste zum Eintragen zu den jeweiligen Themenbereichen hängt ab 6.4.2005 vor Raum 7.207 UC aus.

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Hyperkult 14. Der Diskurs um den digitalen Klang

Inhalt: Das diesjährige HyperKult Symposium (14.-16.7.2005) findet zum Thema "AudioKult und Hypersound? Ästhetik und Kultur digitaler Audiomedien" statt. Die Veranstaltung möchte Studierende mit den dort verhandelten wissenschaftlichen Ansätzen und Themenstellungen vertraut machen. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, einen Beitrag in Form eines mündlichen Referats zu leisten.

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AG elektronische Musik hören

Inhalt: Die als AG konzipierte Zusatzveranstaltung richtet sich an Studierende, die ihr Wissen über elektronische Musik vertiefen wollen. Die AG soll ein informelles Forum bieten, auch über aktuelle ästhetische Fragen zu sprechen. Vor allem möchten wir uns für etwas Zeit nehmen, das in Seminarsitzungen oft zu kurz kommt: Im Vordergrund steht das Hören elektronischer Musik, ohne Rücksicht auf Stil- und Gattungsgrenzen. Klangbeispiele werden gemeinsam ausgewählt und kommentiert. 'Klassiker' und aktuelle Kompositionen sind unsere Diskussionsgrundlagen.
AG-Leitung: Stefan Gieck

AG-Plan, Playlists und Texte Online

 


Media Content Online

Inhalt: Für die Unterhaltungsindustrie ist das Internet als Präsentations- und Distributionsmedium zur Herausforderung geworden. Neue Modelle der Distribution sind nicht nur für den Musikbereich dringend erforderlich, um die Rahmenbedingungen für kulturelle Produktion dem Medienwandel anzupassen. Ausgehend von der Bestandsaufnahme des Status Quo wird sich die Veranstaltung mit den technischen und kulturellen Grundfragen der Mediendistribution in der Netzwerkgesellschaft auseinandersetzen. Neben der internen Diskussion soll mit Gästen aus der Praxis ein Dialog über die Szenarien und Zukunftsperspektiven des Online-Markts geführt werden. Das Seminar findet mittels einer Übertragung mit Rückkanal in Kooperation mit der Uni Osnabrück (Prof. Dr. Bernd Enders) statt.

Seminarplan und Arbeitsmaterialien Online

 


Analyse von Popsongs

Inhalt: Die Analyse von Popmusik hat die Musikwissenschaft im 20. Jahrhundert vor die Aufgabe gestellt, ihr Repertorie der musikalischen Analyse wesentlich in Frage zu stellen, zu erweitern und wo nötig rundzuerneuern. Ohne dass ein allgemeiner Konsens erzielt wäre, liegen mittlerweile doch vielversprechende (v.a. englischsprachige) Ansätze zu einer Methodologie der Popmusikanalyse vor vor. Das Seminar will die Ansätze reflektieren, Fallbeispiele von Songanalyse überprüfen und auf dieser Basis die Kompetenz vermitteln, eigene Analysen anzufertigen.

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Pop in theory: Texte zur Theorie und Ästhetik der Popularmusik II

Inhalt: Auch die Fortsetzung des Seminars aus dem letzten Sommersemester (für Neueinsteiger offen!) versteht sich als Lektüreseminar. Im Zentrum stehen diesmal neuere und neueste Texte, die sich historisch-definitorisch bzw. theorieorientiert am durchaus problematischen, nichtsdestoweniger für die aktuellen Debatten um neuere Formen der Popularmusik aber zentralen Begriff des "Sound" abarbeiten. Besondere Aufmerksamkeit sollte dabei der Interpretation der sog. "experimentellen Electronika" sowie digitaler Musik durch Texte Deleuze/Guattaris zukommen. Die Sitzungen werden reihum von den Teilnehmern moderiert bzw. mit Kurzreferaten eingeleitet, moderiert und protokolliert; Ziel ist die Erstellung einer seminareigenen Website, auf der die Sitzungsprotokolle sowie Thesenpapiere, Texte etc. eingestellt und nachgelesen werden können. Eigene Lektürevorschläge sind ausdrücklich erwünscht und willkommen!

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Einführung in die Theorie digitaler Medien

Inhalt: Texte zu Technik, Kultur und Geschichte der digitalen Medien.

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Audioproduktion: Multimedia- und Videovertonung

Inhalt: Digitale Produktion und Postproduktion für Clips/ Spots/ Trailer/ MM-Anwendungen. Studioarbeit für Fortgeschrittene anhand eigener Projekte im "audioLab".

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Vom Phonographen zur DVD. Geschichte und Systematik der Audiomedien

Inhalt: Geschichte der Tonaufzeichnung, -speicherung und -übertragung. Verfahren, Geräte, medienästhetische Aspekte.

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Medien'werk'? Adornorezeption im Popdiskurs

Inhalt: virtuelles Seminar in Kooperation mit externen Partnern. Ausgehend von seinen Thesen zur Kulturindustrie und zum Werk- und Materialbegriff in der Musik soll die Aktualität Adornos in der Theorie der Popkultur erarbeitet und diskutiert werden. Verfahren: Als 'virtueller Seminarraum' dient ein Chatserver. Zu den Seminarzeiten finden in den Teilnehmerhochschulen Online-Sitzungen statt, die von jeweils auf das Sitzungsthema vorbereiteten Dozenten und studentischen Referenten moderiert werden. Zu Einzelthemen werden weitere Gäste online teilnehmen. Als Kommunikationsbasis dient eine Website, die von der Universität Lüneburg eingerichtet wird. Dort werden aktualisierte Literaturangaben, Beispiele, Materialien, Sitzungsprotokolle etc. zur Verfügung stehen.
Literatur: Adorno, Th. W. / Horkheimer, Max: Dialektik der Aufklärung. Frankfurt/M. 1969. Adorno, Th. W.: Einleitung in die Musiksoziologie. Frankfurt/M. 1973. ders.: Philosophie der Neuen Musik. Frankfurt/M. 1978.

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Gattungen und Stile elektronisch produzierter Popmusik

Inhalt: Ein wesentlicher Teil aktueller Popmusik basiert auf Klangsynthese, Sampling und Sequenzing. Das Seminar möchte eine Einführung in bestehende Gattungen wie Hip Hop, House, Techno etc. über die bekannten Szene-Etiketten hinaus vor einem breiteren Kriterienkatalog bieten.

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Kleines MIDI-Kompendium

Quelle: http://audio.uni-lueneburg.de/lehre-alt.php, 27.04.2017