Wissenschaftliche Publikationen

Hier finden Sie Bücher, Aufsätze und sonstige wissenschaftliche Arbeiten (Hausarbeiten, Abschlussarbeiten etc.) aus Zentrum und Peripherie unseres Schwerpunktbereichs ((audio)). Die meisten der aufgelisteten Texte stehen für Download und Ausdruck zur Verfügung.

 

Ansprechpartner:

Dr. Rolf Großmann Prof. Dr. Rolf Großmann
grossmann@uni-lueneburg.de
Tel. 677-1231
Raum 5.322

Weitere Publikationen von Rolf Großmann

Bücher

Behrendt, Frauke - Handymusik
Bielefeldt, Christian; Dahmen, Udo; Großmann, Rolf (Hg.) - PopMusicology - Perspektiven der Popmusikwissenschaft
Bremer, Harm - Grooveboxen im Techno-Liveact
Dittbrenner, Nils - Soundchip-Musik
Klages, Thorsten - Medium und Form: Musik in den (Re-)Produktionsmedien
Klußmann, Jörg - Musik im öffentlichen Raum

Abschlussarbeiten

Becker, Robin: Zur Ästhetik und Geschichte der Popmusik. Der Materialbegriff Theodor W. Adornos als kritische Annäherung
Beesten, Philip von: Elastic Audio, Die digitale Manipulation von Tonhöhen- und Zeitstrukturen
Claussen, Jan Torge: Interfacing Audio - Das Mensch-Maschine-Verhältnis in der digitalen Musikproduktion
Cvachovec, Christian: Mikrorhythmus in der digitalen Musikproduktion
Dähnhardt, Frieder: Das Do-It-Yourself-Prinzip in der populären Musikkultur. Bedeutung und Potentiale einer Praxis alternativer Kulturproduktion „von unten“
Engel, Markus: Klangkomposition als postserielle Strategie: György Ligetis Mikropolyphonie und Helmut Lachenmanns musique concrète instrumentale
Gugger, Lea: Uprooted: Jungle als kultureller Musik-Hybrid im Black Atlantic
Klosik, Julian: Dub it up – Soundtechniken und -strategien im Dub-Reggae
Krämer, Christian Alexander: Musikdistribution in der Netzwerkgesellschaft
Linke, Carla Franziska: Neues Publikum für zeitgenössische Musik: Festivalkultur im Wandel am Beispiel der Donaueschinger Musiktage
Meisel, Timo: Design und Medienwandel: Vom Medium Computer zur Theorie des Informationsdesign
Ruderer, Tobias: Post-Rock, Chicago School, Jim O'Rourke. Über Materialbehandlung in der Avantgarde der populären Musik
Wendlandt, Florian: Digital DJing. Medienwandel und DJ-Culture.

Weitere Texte

Bayreuther, Rainer: Überlegungen zur Geschichtlichkeit von Musik im Anschluss an Heidegger und Kittler
Bayreuther, Rainer: Liedersingen und Liedersprechen. Musikethnographische Skizze aus einer pietistischen Gemeinschaft in Württemberg
Großmann, Rolf: Lautsprecher. Medienaufführungen: Vom kulturellen Wandel eines Übertragungsmedium
Großmann, Rolf: Sonic Fiction - Zum Begreifen musikalisch-medialer Gestaltung
Großmann, Rolf: Die Materialität des Klangs und die Medienpraxis der Musikkultur. Ein verspäteter Gegenstand der Musikwissenschaft?
Großmann, Rolf: 303, MPC, A/D - Popmusik und die Ästhetik digitaler Gestaltung
Großmann, Rolf: Medienkonfigurationen als Teil (musikalisch-)ästhetischer Prozesse
Großmann, Rolf: Medienreflexion in der Musik im Anschluss an John Cage
Großmann, Rolf: Reproduktionsmusik und Remix-Culture
Großmann, Rolf: Kontrolle, Ritus, Simulation: Die Komposition mit dem Zufall in einer kalkulierten Welt
Großmann, Rolf: Ein Code, eine Kunst? Der Traum der technischen Vereinigung von Klang und Bild
Großmann, Rolf: Musik – Medium – technische Medien
Großmann, Rolf: Distanzierte Verhältnisse? Zur Musikinstrumentalisierung der Reproduktionsmedien
Großmann, Rolf: Medienklangräume. Medientechnische Settings der Klanginstallation
Großmann, Rolf: Schönheit und Ästhetizität. Zur Verwissenschaftlichung künstlerischer Kategorien
Großmann, Rolf: Die Geburt des Pop aus dem Geist der phonographischen Reproduktion
Großmann, Rolf: Verschlafener Medienwandel - Das Dispositiv als musikwissenschaftliches Theoriemodell
Großmann, Rolf: The tip of the iceberg: laptop music and the information-technological transformation of music
Großmann, Rolf: Die Spitze des Eisbergs. Schlüsselfragen Musikalischer Laptop-Kultur
Großmann, Rolf: Klang - Medium - Material. Über den technikkulturellen Wandel des Materials auditiver Gestaltung
Großmann, Rolf: Audiowissenschaft = Musikwissenschaft + Medienwissenschaft?
Großmann, Rolf: Collage, Montage, Sampling - ein Streifzug durch (medien-)materialbezogene ästhetische Strategien
Großmann, Rolf: Wissen und kulturelle Praxis. Audioarchive im Wandel
Großmann, Rolf: Signal, Material, Sampling. Zur ästhetischen Aneignung medientechnischer Übertragung
Großmann, Rolf: Medienwerk und Konsumobjekt. Thesen zu einer Ästhetik der medialen Existenz von Musik
Großmann, Rolf: Konstruktiv(istisch)e Gedanken zur 'Medienmusik'
Großmann, Rolf: Vom kleinen 'n' und grossen 'E' zum grossen 'N' und kleinen 'e'
Großmann, Rolf: Monitor - Intermedium zwischen Ton, Bild und Programm
Großmann, Rolf: Abbild, Simulation und Aktion. Paradigmen der Medienmusik
Großmann, Rolf: Der Bürger als Künstler?
Großmann, Rolf: kunst werden. Interaktive Medienkunst
Großmann, Rolf: Hyperkult III
Großmann, Rolf: Xtended Sampling
Großmann, Rolf: Wie virtuelle Gemeinschaften erschließen?
Großmann, Rolf: Zukunftsmusik - Audiomedien als 'Kunst' und 'Werkzeug
Großmann, Rolf: Monitor - Sechs Thesen zu musikalischen Interfaces
Großmann, Rolf: Zur Aktualität der Rhythmusbewegung im 21. Jahrhundert. Eine Respondenz
Großmann, Rolf: Gespielte Medien und die Anfänge "phonographischer Arbeit"
Großmann, Rolf: Sensory Engineering - Affects and the Mechanics of Musical Time
Harenberg, Michael: Die Rationalisierung des Virtuellen in der Musik
Harenberg, Michael: Virtuelle Instrumente - Von der Orgel zum Cyber-Instrument
Lampe, Anika: "Building a better consumerism" - Kaufentscheidungen durch Musik am Beispiel des Klangkonzeptes der Mall of America
Meisel, Timo: Musik als "Kultur-Inhalt": Max Webers Musiksoziologie
Otto, Andreas: Virtuelle Musikinstrumente
Riesselmann, Kirsten: Arthur Kroker: Virtuelle Realität, Androide Musik, Elektrisches Fleisch

Bücher

Handymusik

von Frauke Behrendt

Frauke Behrendt - Handymusik Abseits der kommerziellen Vermarktung von Klingeltönen ist mit Experimenten und Werken der Handymusik ein eigenes ästhetisches Feld entstanden. In welchem Umfang findet das Handy bereits als Instrument Verwendung und in welcher Form wird es in der Klangkunst eingesetzt? Den Kern der vorliegenden Studie bilden fünf Werkbeschreibungen von Handymusik. Zu jedem Werk wird der technische Aufbau beschrieben sowie das musikalische Material vorgestellt und im musikalischen Kontext verortet. In einer übergreifenden Sicht werden – neben Exkursen zu musikhistorisch relevanten Vorgängern der Handymusik – auch die dort jeweils thematisierten Veränderungen der Alltagskultur wie etwa die Aufweichung vertrauter Grenzen zwischen öffentlichen und privaten Räumen diskutiert. Diese erste Annäherung an eine neue ästhetische Praxis der »mobile devices« versucht, den bisher wenig erforschten Untersuchungsgegenstand Handymusik zu systematisieren, Verbindungen mit neueren Strömungen im Kunst- und Musikbereich aufzuzeigen sowie die gesellschaftlichen Aspekte herauszuarbeiten.

OnlineBuch im EPOS-Verlag

PopMusicology - Perspektiven der Popmusikwissenschaft

von Christian Bielefeldt, Udo Dahmen und Rolf Großmann (Hg.)

PopMusicology Die gesellschaftliche und ästhetische Relevanz populärer Musik stand lange in deutlichem Missverhältnis zu ihrer mangelnden akademischen Akzeptanz. Das Anliegen, sich der überholten Festlegung auf die kanonisierten 'Meisterwerke' westeuropäischer Kunstmusik zu entledigen, wirft daher noch immer eine Reihe ungeklärter Grundfragen auf. Dieser Band stellt Lösungsansätze vor, die neben musikwissenschaftlichen auch medien- sowie kulturtheoretische Perspektiven einbeziehen. Paradigmen der Pop-Geschichtsschreibung werden dabei ebenso verhandelt wie Modelle musikwissenschaftlicher Pop-Analyse sowie Interdependenzen zwischen Popmusik und Wirtschaft.

Buch im Transcript-Verlag

Grooveboxen im Techno-Liveact

von Harm Bremer

Harm Bremer - Grooveboxen im Techno-Liveact Grooveboxen waren bisher allenfalls in Musikmagazinen – meist als Kaufberatung für die interessierte Szene – Gegenstand genauerer Betrachtung. Die vorliegende Arbeit zeigt die technikkulturelle Traditionslinie dieser Instrumentengattung auf und untersucht das stilprägende Gerätekonzept der Grooveboxen. Was macht die Geräte insbesondere für Techno-Künstler interessant; welche Stilmittel werden durch den Einsatz von Grooveboxen im Produktionsprozess gefördert?
Erstmals und bislang einzigartig wird ein Überblick über die bislang gebauten Typen und ihre spezifischen Features, Performance-Optionen und Funktionen geboten, der für weiterführende instrumentaltechnologische, musikästhetische und soziokulturelle Fragestellungen eine kompetente und umfassende Grundlage und zugleich eine ergiebige Materialsammlung abgeben dürfte.

CD-Rom im EPOS-Verlag

Soundchip-Musik

von Nils Dittbrenner

Nils Dittbrenne - Soundchip-MusikSoundchips waren bis Mitte der 1990er Jahre die einzige Möglichkeit, in 8- und 16-Bit-Umgebungen ressourcenschonend Klang zu erzeugen. Aus diesem Grund wurden sie vielfach in Computerspielsystemen und PC-Soundkarten verbaut, obwohl technisch bedingte Grenzen der Klangqualität und musikalischen Flexibilität nicht zu überhören sind. Der Autor beschreibt die technischen Details der bedeutendsten Soundchips, analysiert die programmiertechnischen erausforderungen
und diskutiert die allgemeinen Paradigmen der Benutzung von Musik in Computerspielen. Exemplarisch stellt er das wechselseitige Verhältnis von Komposition und Programmierung bzw. Musik und Code dar und gibt darüber hinaus mit zahlreichen Klangbeispielen auf der beiliegenden CD-ROM einen einzigartigen Einblick in diese Musikkultur, deren prägnante Ästhetik bis heute in speziellen Genres populärer Musik aufgegriffen wird: Let it Beep!
Mehr zum Thema schreibt Nils Dittbrenner im Produkt des Monats.

Buch im EPOS-Verlag

Medium und Form: Musik in den (Re-)Produktionsmedien

von Thorsten Klages

Thorsten Klages - Medium und Form"Die Rede von medialen Veränderungen unserer Umwelt und Lebensweisen ist inzwischen so allgegenwärtig geworden, daß manchmal in Vergessenheit gerät, welche weiten Felder kultureller Produktion gerade in dieser Hinsicht noch weiße Flecken auf der Landkarte des Wissens sind: Immer noch liegen kaum umfassende und theoretisch fruchtbare Ansätze zur Medialisierung und Mediatisierung der Musik im 20. Jahrhundert vor."
Ex-Projektmitarbeiter Thorsten Klages schafft mit seiner endlich veröffentlichten Publikation Abhilfe: Medienmusik und Luhmann geben sich die Klinke in die Hand und werfen ein Licht auf die produktiven Instanzen der Reproduktionsmedien. Dieses Buch ist auch online zum Reinstöbern und Bestellen verfügbar. Weitere Informationen gibt es in unserem Text zum Produkt des Monats.

OnlineBuch im EPOS-Verlag

Musik im öffentlichen Raum

von Jörg Klußmann

Jörg Klußmann - Musik im öffentlichen Raum Der öffentliche Raum und die Musik: In der vorliegenden Untersuchung wird dieses Thema einmal nicht aus der Perspektive von Klangkunst und künstlerischen Klangräumen verhandelt, sondern im interdisziplinären Bereich der angewandten Kulturwissenschaften.
Im Zentrum der Untersuchung steht die Beschallung des Hamburger Hauptbahnhofs mit »klassischer« Musik, ein Phänomen, das als Politikum zwischen »Begrüßung der Fahrgäste« und »Vertreibung unerwünschter Randgruppen« Aufsehen erregte. Vor dem Hintergrund einer präzisen und sachbezogenen Analyse dieses Beispiels führt der Autor einen Diskurs zur ästhetischen Erfahrung funktionalisierter Musik, dessen Kernaussagen über den Einzelfall hinaus für soziokulturelle Diskussionen von Bedeutung sind.

OnlineBuch im EPOS-Verlag

Abschlussarbeiten

Zur Ästhetik und Geschichte der Popmusik. Der Materialbegriff Theodor W. Adornos als kritische Annäherung

von Robin Becker

"Eine kritische Musikphilosophie der Popmusik bedarf [...] einer Revision der Kritik Adornos, die [...] notwendig 'mit Adorno über Adorno hinaus' weisen muss. Vor diesem Hintergrund soll die kritische Annäherung an die Ästhetik und Geschichte der Popmusik durch den Materialbegriff Adornos weniger die in seinen Schriften enthaltene Kritik am Umgang mit dem musikalischen Material in der populären Musik einbeziehen, sondern jenen Materialbegriff fokussieren, den Adorno im Zusammenhang mit der europäischen Kunstmusik entfaltet."

PDF (49 Seiten, 664 KB)

Elastic Audio. Die digitale Manipulation von Tonhöhen- und Zeitstrukturen

von Philip von Beesten

"Musik beruht auf dem Bestreben des Menschen, Schallereignisse nach seinen Vorstellungen zu formen. Dies führte zur Entwicklung von virtuosen Gesangs- und Spieltechniken und zur immer weiter verfeinerten Konstruktion verschiedenster Musikinstrumente. Mit der Entwicklung von Verfahren zur Konservierung und Wiedergabe von Schall wurde es erstmals möglich, auch nach dem Moment ihrer Entstehung in die Struktur von Klängen einzugreifen. Diese Möglichkeit wurde von Musikschaffenden umgehend intensiv genutzt und häufig bis an die Grenzen des technisch Machbaren ausgelotet. Dabei wurden die Verfahren nicht selten abweichend von ihrem ursprünglichen Einsatzzweck verwendet oder auch modifiziert. Durch die fortschreitenden technischen Entwicklungen erweiterten sich der Umfang und die Präzision der Manipulierbarkeit von Klängen stetig. Mit den zunehmenden Möglichkeiten der Audiobearbeitung wuchs ihre Bedeutung im musikalischen Schaffensprozess. Heute ist die technische Manipulation von Audiomaterial aus der Musikproduktion nicht mehr wegzudenken."

PDF (111 Seiten, 1,5 MB)

Interfacing Audio - Das Mensch-Maschine-Verhältnis in der digitalen Musikproduktion

von Jan Torge Claussen

"Musik wird gemacht, gespielt, gehört, interpretiert, visualisiert, objektiviert, produziert, beworben, gekauft, analysiert. All diese Prozesse vollziehen sich zwischen Menschen und Medien. Die lexikalische Definition von 'Medium' lautet 'Mittel' beziehungsweise 'vermittelndes Element'. Medien können demnach als menschliche und maschinelle Form existieren. Vermittelnd menschlich ist beispielsweise das sehende Auge, vermittelnd maschinell die schwingende Lautsprecher-Membran einer Stereoanlage. Mediale Eigenschaften können also zunächst Menschen und Maschinen zugeschrieben werden. Diese Arbeit versucht zu klären, welche Wirkungen technische Medien in der Musikproduktion entfalten"

PDF (116 Seiten, 4 MB)

Mikrorhythmus in der digitalen Musikproduktion

von Christian Cvachovec

"Mit der Verbreitung digitaler Produktionsmittel wie Sequenzer-programmen und digitalen Drum-Machines, erhielten im Laufe der 80er Jahre, Geräte Einzug in den Musikproduktionsprozess, die mikrorhythmische Aspekte schon allein durch ihre technische Anlage mit sich brachten. Die Weiterentwicklung dieser Technologien hin zur immer feineren zeitlichen Rasterung der einzelnen Takte, führte bis heute zwar noch nicht zu einer absolut stufenlosen Editiermöglichkeit der zeitlichen Struktur, vermittelt aber unter den Anwendern in Produktion und Live-Performances den Eindruck fast uneingeschränkter zeitlicher Flexibilität und rhythmischer Freiheit."

PDF (54 Seiten, 504 KB)

Das Do-It-Yourself-Prinzip in der populären Musikkultur. Bedeutung und Potentiale einer Praxis alternativer Kulturproduktion „von unten“

von Frieder Dähnhardt

"Do-It-Yourself (kurz: DIY) – soviel lässt eine erste Recherche zum Thema schnell deutlich werden – ist im Trend. Einst untrennbar mit der Heimwerker-Kultur verbunden, mit der die Meisten den Begriff wahrscheinlich auch heute nach wie vor als erstes intuitiv assoziieren, wird das Selbermachen gegenwärtig in unterschiedlichen gesellschaftlichen und kulturellen Bereichen als relevantes Thema entdeckt und dabei offensichtlich auch zunehmend als ökonomisch ernst zu nehmender Faktor eingeschätzt. In einer Studie der Consulting-Firma „Zukunftsinstitut“ mit dem Titel „100 Top Trends – Die wichtigsten ‚Driving-Forces’ für den kommenden Wandel“, die nach eigenem Bekunden im Bereich der „Trend- und Zukunftsforschung“ tätig ist und das „Wissen für die Wirtschaft von morgen“ – also kommende Trends und drohende Herausforderungen – bereithält und Unternehmen bei der strategischen Markt-Positionierung berät, wird das Do-It-Yourself Prinzip unter der Rubrik „Design, Ästhetik, Lifestyle“ geführt."

PDF (85 Seiten, 635 KB)

Klangkomposition als postserielle Strategie: György Ligetis Mikropolyphonie und Helmut Lachenmanns musique concrète instrumentale

von Markus Engel

"György Ligeti und Helmut Lachenmann gehören zur zweiten Generation der musikalischen Nachkriegsavantgarde, die gemeinhin mit dem Paradigma der postseriellen Musik in Verbindung gebracht wird. Das Hauptanliegen der postseriellen Komponisten bestand darin, sich vom seriellen Denken der älteren Generation zu distanzieren und alternative ästhetische und kompositorische Wege zu finden. Eines dieser Konzepte ist die Klangkomposition, in deren Feld auch Ligeti und Lachenmann zu verorten sind."

PDF (116 Seiten, 896 KB)

Uprooted: Jungle als kultureller Musik-Hybrid im Black Atlantic

von Lea Gugger

"Jungle ist ein Genre, das in den frühen 1990er Jahren in Großbritannien entsteht und sich aus musikalischen Elementen unterschiedlicher Ursprünge zusammensetzt. Einflüsse aus dem amerikanischen Hip Hop sowie dem jamaikanischen Reggae- und Dub sind darin ebenso zu finden wie westafrikanische Polyrhythmen und Ästhetiken der House- und Techno-Kultur.
Die verschiedenen musikalischen und kulturellen Bestandteile machen Jungle zu dem, was in dieser Arbeit als kultureller Musikhybrid verstanden werden soll. Die Beschäftigung mit hybriden Musikkulturen spielt eine zentrale Rolle in der Theorie des „Black Atlantic“, die der britische Soziologe Paul Gilroy entwirft. Gilroy entwickelt die Idee einer globalen, schwarzen Kultur, deren Ursprung in der afrikanischen Diaspora liegt. Indem Sklaven verschleppt, ihrer Identitäten beraubt und kulturell entwurzelt wurden, bildeten sich laut Gilroy diverse kulturelle Hybride, die sich von territorialen Zuordnungen lösten. Das transnationale Kulturverständnis des Black Atlantic steht somit der Auffassung einer national verwurzelten Kulturtradition entgegen."

PDF (39 Seiten, 289 KB)

Dub it up – Soundtechniken und -strategien im Dub-Reggae

von Julian Klosik

"Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Soundtechniken und -strategien des jamaikanischen Dub-Reggae. Dabei soll der Frage nachgegangen werden, welche die grundsätzlichen soundmanipulativen Gestaltungstechniken und ästhetischen Strategien im Dub-Reggae sind bzw. welche ästhetischen Strategien der Soundmanipulation die frühen Dub-Reggae-Engineers verwenden.
Insbesondere in Bezug auf den aktuellen Diskurs um die sogenannte Remix-Kultur, ist es m.E. interessant und notwendig, die Ursprünge des Remix zu ergründen, die in nicht unwesentlichen Anteilen in eben diesen Gestaltungstechniken des frühen Dub-Reggae liegen. Auch die These, dass Popmusik in erster Linie Soundmusik sei, ist im Hinblick auf Dub-Reggae besonders relevant, da er sich durch seine soundsensitiven Gestaltungsstrategien, wie zu zeigen sein wird, als besondere Form der Soundmusik auszeichnet."

PDF (43 Seiten, 485 KB)

Musikdistribution in der Netzwerkgesellschaft

von Christian Alexander Krämer

"Diese Arbeit behandelt den Einfluss der Informations- und Kommunikationstechnologien, allen voran des Netzwerkes Internet, auf das Vertriebsmodell der Tonträgerbranche. [...] Dabei sieht sich die Tonträgerbranche als Opfer eines ihrer Meinung nach unmoralischen und illegalen Download-Verhaltens der Internetnutzer, die sich der digitalen Netzwerke freizügig bedienen. [...] Die in Peer-to-Peer-Netzwerken aktiven Nutzer versuchen ihr Verhalten mit Hinweisen darauf zu rechtfertigen, dass nun ein freizügiger, der Netzwerktechnologie angemessener Umgang mit Musik möglich sei und dadurch auch die von ihnen als Künstler ausbeutend und teilweise überflüssig angesehenen Schallplattenfirmen aus der Distributionskette ausgegliedert werden könnten. Beide Seiten argumentieren unter anderem damit, dass sie im Interesse der Künstler handeln. In dieser Arbeit soll das Verhalten der an diesem Prozess hauptsächlich beteiligten Gruppen – nämlich der Musikrezipienten und der Musikproduzenten – auf seine ethische und damit moralische Vertretbarkeit hin untersucht werden."

PDF (184 Seiten, 700 KB)

Neues Publikum für zeitgenössische Musik: Festivalkultur im Wandel am Beispiel der Donaueschinger Musiktage

von Carla Franziska Linke

"„Neue Musik 2009: Angekommen beim Publikum“ betitelt der Musikwissenschaftler Stefan Fricke einen programmatischen Artikel zur Situation der zeitgenössischen Musik in Deutschland, den das Goethe-Institut auf seiner Homepage publiziert, und steht damit stellvertretend für eine sich wandelnde Wahrnehmung von zeitgenössischer Musik und ihrer Veranstaltungskultur. Frickes Aussage, so prägnant sie auf den ersten Blick eine Tatsache zu benennen scheint, enthält auf den zweiten Blick einen klaren Hinweis darauf, dass es Zeiten gegeben haben muss, in denen das anders war – in denen, um es überspitzt zu sagen, die Gesellschaft und die zeitgenössische Musik gut ohne einander auskamen. Und in der Tat war, wie sich zeigen wird, das gegenseitige Verhältnis lange Zeit auf beiden Seiten von kaum überwindlichen und teils gut begründeten Abwehrhaltungen und habitueller Ignoranz geprägt."

PDF (126 Seiten, 971 KB)

Design und Medienwandel: Vom Medium Computer zur Theorie des Informationsdesign

von Timo Meisel

Die Arbeit beschreibt die Entwicklung des 'industriellen' Designs in den letzten zwei Jahrhunderten in Form einer rückwirkenden Geschichtsschreibung aus medienwissenschaftlicher und techniksoziologischer Perspektive. Sie stellt die These auf, dass die Krise der Utopien im Design, die sich in den sechziger Jahren anzudeuten beginnt, in einem fundamentalen Wandel des begrifflichen Bezugsrahmens der Gestaltung begründet ist, nämlich im Wandel von einem 'industriell' geprägten Produktionsmodus in einen 'informationellen'. Anhand einiger beispielhafter Entwürfe von Vannevar Bush, Douglas Engelbart, Ted Nelson, Otto Neurath, Richard Buckminster Fuller sowie Charles und Ray Eames wird schließlich eine mögliche Agenda dieses 'informationellen Designs' destilliert. Dieses Werk ist unter einer Creative Commons Lizenz lizensiert.

PDF (117 Seiten, 847 KB)

Post-Rock, Chicago School, Jim O'Rourke. Über Materialbehandlung in der Avantgarde der populären Musik

von Tobias Ruderer

"'Post-Rock', vorerst als Bezeichnung für ein musikalisches Genre zu verstehen, hat bis zum heutigen Tage als eigenständiges Thema keine wissenschaftliche Beachtung gefunden. In den gelegentlichen, meist knapp gehaltenen beiläufigen Erwähnungen in Einzelbeiträgen zu wissenschaftlichen Sammelbänden wird neben dem Hinweis auf den hohen Status im popkulturellen Diskurs Mitte/Ende der 1990er Jahre auch mehr oder weniger kritisch die Existenz von Post-Rock als zeitgenössischer Musikform anerkannt. [...] Im Zentrum der Diskussion steht, auf den semantischen Gehalt des Begriffes bezogen, die Frage nach der Existenz einer aktualisierten, zeitgemäßeren Form beziehungsweise Ablösung von Rockmusik. Sowohl die nach wie vor umstrittene Aussagekraft des Begriffs als auch der – aufgrund dieser Unklarheit – nur schlagwortartig geklärte Status seines musikalischen Inhalts legen eine wissenschaftliche Behandlung des Phänomens nahe."

PDF (96 Seiten, 2 MB)

Digital DJing. Medienwandel und DJ-Culture.

von Florian Wendlandt

"Während die Vinylschallplatte pünktlich zum 60-jährigen Jubiläum neue Lebenszeichen aussendet, ist die Digitalisierung in der übrigen Musikwelt allgegenwärtig.
Lediglich der Nischenmarkt der Clubmusik schien bisher weitestgehend unberührt vom Digitalisierungstrend zu sein. Das Auflegen mit CDs konnte sich im Profibereich lange nicht
durchsetzen. So blieben zumindest die professionellen Discjockeys ihrem Setup bestehend aus zwei Plattenspielern, einem Mischpult und der Plattenkiste mit 12-Zoll Maxi-Singles und
LPs treu. Doch mittlerweile lässt sich ein Umbruch beobachten. Grund dafür sind die seit etwa fünf Jahren verfügbaren Hybrid-Systeme wie Final Scratch oder Serato, die mit ihrem Bedienungskonzept die Lücke zwischen analogem Vinyl und digitalen Musikfiles geschlossen haben. Gleichzeitig gehen volldigitale DJ-Interfaces neue konzeptuelle Wege zwischen DJ-Set
und Live-Gig und zeigen auf, in welche Richtung sich das DJing in Zukunft entwickeln könnte. Die Digitalisierung ist in der Clubkultur angekommen."

PDF (128 Seiten, 2 MB)

Weitere Texte

Überlegungen zur Geschichtlichkeit von Musik im Anschluss an Heidegger und Kittler

von Rainer Bayreuther

"Wenn wir nach Geschichtlichkeit in den Künsten fragen, stoßen wir rasch auf eine Eigentümlichkeit, die diese Geschichte als etwas ganz anderes aussehen lässt als die Geschichte im gewöhnlichen Sinn. In der Geschichte im gewöhnlichen Sinn haben wir es mit Geschehnissen, Handlungen, Sachverhalten zu tun: die Geschehnisse des Dreißigjährigen Krieges, die Handlungen der Französischen Revolution, der Sachverhalt des Parlaments in der Weimarer Republik usw. In den Künsten dagegen sind unsere Gegenstände – Gegenstände. Einfach Gegenstände und sonst nichts."

PDF

Liedersingen und Liedersprechen. Musikethnographische Skizze aus einer pietistischen Gemeinschaft in Württemberg

von Rainer Bayreuther

"Als ich am 12. September 2004, einem spätsommerlich warmen Sonntag, zur angegebenen Adresse im württembergischen Denkendorf komme, gibt keine Tafel, kein Schaukasten, kein Hinweis an der Türklingel mir das Zeichen, hier richtig zu sein. Ich suche das Haus, in dem die Stunde der Hahnischen Gemeinschaft abgehalten wird. Ich wollte mich nicht verspäten, wollte möglicherweise mit den Teilnehmern der Stunde vorab einige Worte wechseln, wie mit dem Gemeinschaftsleiter am Vorabend telefonisch verabredet, daher bin ich eine Viertelstunde vor 14 Uhr da. Niemand befindet sich vor dem Haus. Es gibt mehrere Haustürklingeln mit mir unbekannten Namen, kein Hinweis auf die Hahner. Wo klingeln? Ich entschließe mich nach kurzem Zögern, nicht zu klingeln und einfach einzutreten."

PDF

Lautsprecher. Medienaufführungen: vom kulturellen Wandel eines Übertragungsmediums

von Rolf Großmann

"Mit einer Begriffsdefinition des Lautsprechers als Medium in einer rudimentären Medientheorie scheint die Grenze des Lautsprechers als Medium oder Instrument leicht zu ziehen. Seine Existenz als Medium endet dort, wo seine Existenz als Musikinstrument beginnt: mit der Fokussierung seines Eigenklangs oder seiner dispositiven Eigenschaften als Teil einer auditiv-ästhetischen Strategie. Der Beitrag beleuchtet genau diese theoretischen Ausgangspunkte."

In: Enders, Bernd et al. (Hg.): Die Metapher als 'Medium' des Musikverstehens. (Osnabrücker Beiträge zur systematischen Musikwissenschaft, Bd. 24) Osnabrück: EPOS 2013, S. 161-172.

Sonic Fiction - Zum Begreifen musikalisch-medialer Gestaltung

von Rolf Großmann

"Mit seinem »Sonic Fiction« - Band 1 hat der der britische Musikjournalist Kodwo Eshun 1998 eine vielbeachtete Textsammlung zur Diskussion um populäre Formen der elektronischen Musik vorgelegt. Dort operiert der Breakbeat »als Motion-Capture- Standbild«, schwarze Musik wird im Disco »an das metronomische Fließband verfüttert« und das »Mixadelic Universe« erforscht. In Eshuns eigenen Worten ist »Heller als die Sonne« »eine Mechanographie, eine omnidirektionale Erkundung der Mechanoinformatik und des geheimen Lebens der Maschinen, die die gewaltige und bislang unbeachtete Ko-Evolution von Menschen und Maschinen im Black Atlantic- Futurismus des späten 20. Jahrhunderts enthüllt.« Soweit ein erster Ausschnitt aus der metaphorischen Sprache der Sonic Fiction Kodwo Eshuns"

PDF (9 Seiten, 1,6 MB)

Die Materialität des Klangs und die Medienpraxis der Musikkultur. Ein verspäteter Gegenstand der Musikwissenschaft?

von Rolf Großmann

"Die Schriftlichkeit der Phonographie lässt akustisches Material als Schall-Platte (!) oder Magnetbandschnipsel buchstäblich greifbar werden, bevor es sich in den Rastern der digitalen Medien auflöst. Musique concrète, Hiphop, Dub, Soundscapes und Klangkunst sind nur einige Stichworte dieses medienmusikalischen Wandels von der Notation der Tonhöhen zur Notation des Schalls. Betroffen ist jedoch die gesamte auditive Kultur des Hörens und Gestaltens akustischer Phänomene. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Veränderungen in der Musik könnte die Neubestimmung nicht nur ihrer Medialität und Materialität, sondern auch der Konzeption musikalischen Materials sein. Bisherige Materialdiskurse der Musik verhandeln technische Medien als reine Vermittlungsinstanzen, die im Hinblick auf von ihnen vermittelten Gegenstände neutral bleiben. Hier sind medienwissenschaftliche Positionen fruchtbar zu machen. Bezeichnungen wie "Sound Studies", "Sound Culture", "Auditive Medienkultur" etc. sind in diesem Sinne Label neuer, noch wenig disziplinierter wissenschaftlicher Zwischenbereiche, deren alte und neue Heimat zu klären wäre."

Link

303, MPC, A/D - Popmusik und die Ästhetik digitaler Gestaltung

von Rolf Großmann

"So könnten Stationen einer Gerätegeschichte gelesen werden: die TB-303, eine analoge programmierbare Groovebox als Basssynthesizer, es folgt die MPC 60, ein digitales Music Production Center, das mit Samples arbeitet und schließlich – Tschüss und Ade für die vertraute Hardware – per A/D Wandler die finale Überführung des analogen Sounds in die virtuellen Welten der Medienmaschine Computer. Kann die Ästhetik digitaler Gestaltung als Gerätegeschichte, in der Abfolge technischer Konfigurationen von analog zu digital verstanden werden? Und welche Rolle spielt dabei das Populäre? Unterscheidet sich die digitale Ästhetik populärer Musik von derjenigen anderer Musik, etwa der Volksmusik, der volkstümlichen Musik oder der so genannten ernsten Musik?"

PDF (18 Seiten, 1 MB)

Medienkonfigurationen als Teil (musikalisch-)ästhetischer Prozesse

von Rolf Großmann

"Technische Prinzipien verführen manchmal Diejenigen, die sie tatsächlich ernst nehmen und im Detail untersuchen, zu Kurzschlüssen von technischen auf kulturelle Funktionen – und ziehen in solchen Diskursen regelmäßig den Vorwurf naiver Technikgläubigkeit oder -metaphorik nach sich. Tatsächlich führt es nicht weiter, ein Apparate-Dispositiv anhand seiner technischen Konstellation als dominante Rahmung jeglicher Erfahrung zu umreißen. Insbesondere ästhetische Dispositive beruhen auf einer Öffnung bestehender Rahmungen durch Zweckentfremdungen und Konventionsbrüche. Zwischen dem Verbleib in den technisch-konstruktiv vorgegebenen Konstellationen der Medien-Apparate, die in ihrer Zweckrationalität nur eine der möglichen Anordnungen darstellen, und dem Beiseitetreten neben das technische Dispositiv, das damit selbst zum Gegenstand der Erfahrung werden kann, ist ein breites Kontinuum von Zwischenpositionen möglich."

In: Bippus, Elke et al. (Hg.), Ästhetik x Dispositiv. Die Erprobung von Erfahrungsfeldern. Zürich/Wien: Springer 2012, S. 207-216.

Medienreflexion in der Musik im Anschluss an John Cage

von Rolf Großmann

"John Cage und sein kompositorisches Werk werden im Folgenden mit einem speziellen Fokus betrachtet: Es geht um seinen Beitrag zur musikalischen Aneignung der Audiomedien des 20. Jahrhunderts, den ich versuche, zu identifizieren und von anderen abzugrenzen. Damit ist mein Interesse zunächst ein grundsätzlich anderes als dasjenige der vielen Theorieplateaus, deren Motivation die Anschlussfähigkeit der eigenen wissenschaftlichen oder künstlerischen Praxis an die offene experimentelle Kultur John Cages ist. Seine rechtfertigende Vereinnahmung für jede vermeintlich avantgardistische oder innovative musikalische Praxis soll hier keineswegs auch noch auf den Medienbereich ausgedehnt werden. Dass dabei ein »Mythos Cage« den es aus meiner Sicht zweifellos und mit positiver Berechtigung gibt – ein wenig angekratzt werden könnte, ist unvermeidbar. "

PDF (15 Seiten, 0,5 MB)

Reproduktionsmusik und Remix-Culture

von Rolf Großmann

"Der Begriff ,Remix' wird heute oft für alle Arten musikalischer Gestaltung mittels Reproduktions- medien und dem dort vorhandenen phonographischen Material verwendet. Ein genauerer Blick auf die aus ,Medienklängen' geformten Reproduktionsmusiken bringt jedoch eine komplexe Vielfalt von Traditionen, Genres, Entwicklungslinien und ästhetischen Strategien zutage. Der Remix als spezifisches medienästhetisches Verfahren hat seine Ursprünge in der Mehrfach-Edition popmusikalischer 24-Spurbänder, in Jamaika und in US-amerikanischen Discotempeln. Nimmt man diese Tradition ernst, so ist das Remixen nicht nur aufgrund seiner popmusikalischen Orientierung eine essentielle Herausforderung für ,ernste' elektroakustische Musik. "

PDF (16 Seiten, 0,5 MB)

Kontrolle, Ritus, Simulation: Die Komposition mit dem Zufall in einer kalkulierten Welt

von Rolf Großmann

"Das, was sich in der Musik — mit einer Wirkung weit über Musikalisches hinaus — unter dem Sammelbegriff der Aleatorik in der Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelte, knüpft bei den Versuchen der 1920er an und geht gleichzeitig in seiner Konsequenz und den Dimensionen kalkulierter Kontrolle und Formalisierung darüber hinaus. Unsere geschichtliche Distanz erlaubt es inzwischen, die Besonderheit dieser historischen Situation zu erfassen, in der sich Mensch, Gesellschaft, Technik und Natur neu positionieren und in der sich nicht weniger als der Kern der Nachkriegsentwicklung europäischer Kunstmusik formiert. Pierre Schaeffer, Pierre Boulez, Iannis Xenakis, Karlheinz Stockhausen repräsentierten damals eine neue Generation der musikalischen Avantgarde, deren Umgang mit dem Zufall hier umrissen wird."

In: Angela Lammert, Hubertus von Amelunxen (Hg.): Iannis Xenakis. Zufall und Kontrolle. Berlin: Akademie der Künste 2011, S. 6-11.

Ein Code, eine Kunst? Der Traum der technischen Vereinigung von Klang und Bild

von Rolf Großmann

"Ein Traum scheint wahr geworden zu sein: Töne und Bilder werden eins. Bilder erzeugen Töne, Töne erteugen Bilder. Mehr noch: Bewegte Bilder und die Zeitstrukturen der Musik verbinden sich, Bewegung im Raum wird zur gestalteten klanglichen Zeit - und umgekehrt. Programmierbare digitale Medien verknüpfen die Datenflüsse von In- und Output nach Belieben, seien es Graustufen, Farbwerte oder Abtastreihen einer Audioschwingung. Das real time audio/visual processing ist eine der vorerst letzten Stationen der technischen Verkopplung der Wahrnehmungsmodi des Hörens und Sehens, einer Suche nach der Einheit der Künste und der Entsprechung der Gestaltungsformen. Der Traum einer synästhetischen Kunst, einer intensiven Verkoppelung von Klang und Farbe, einer Verschmelzung von Tanz und Musik hat eine lange Geschichte, nicht zuletzt deshalb, weil der Mensch ganzheitlich wahrnimmt und weil auch diese Wahrnehmung mit der Entwicklung der Künste fortschreitet und fortschreiten möchte. "

PDF (5 Seiten, 1,3 MB)

Musik – Medium – technische Medien

von Rolf Großmann

In: Wolfgang Auhagen et al. (Hg.): Systematische Musikwissenschaft. Laaber 2011.

Distanzierte Verhältnisse? Zur Musikinstrumentalisierung der Reproduktionsmedien

von Rolf Großmann

In: Michael Harenberg, Daniel Weissberg (Hg.): Klang (ohne) Körper. Spuren und Potenziale des Körpers in der elektronischen Musik. Bielefeldt: transcript 2010, S. 183-200.

Medienklangräume. Medienästhetische Settings der Klanginstallation

von Rolf Großmann

In: Kiefer, Peter (Hg.): Klangräume der Kunst. Heidelberg: Kehrer 1010, S. 291-304.

Schönheit und Ästhetizität. Zur Verwissenschaftlichung künstlerischer Kategorien

von Rolf Großmann

In: Demuth, Marion (Hg.) Schönheit als verweigerte Gewohnheit. Der Schönheitsbegriff und die avancierte Musik im 20. Jahrhundert. Saarbrücken: PFAU 2008, S. 51-65.

Die Geburt des Pop aus dem Geist der phonographischen Reproduktion

von Rolf Großmann

"Zu Pop hatten wir von dessen Geburt an, die mehr oder weniger unsere Geburt war, das beste Verhältnis.

Keineswegs. Weder war die Geburt von Pop meine Geburt – wie im Appell an gemeinsame Jugendkultur unterstellt wird – noch hatten wir sofort zu Pop das beste Verhältnis. Im Gegenteil, wie Martin Büsser treffend schreibt, wurde von ‚uns‘ Anfang der siebziger Jahre des vergange- nen Jahrhunderts der Begriff Pop für „besonders seichte, kommerzielle Musik“ verwendet. Pop war damals, anders als in den 80ern, keine ernstzunehmende und schon gar nicht positive Kategorie. Progressive Rock, Psychodelic, Rock Jazz und ähnliches bewegte unsere Gemüter, eine Musik, die nicht wirklich im quantitativen Sinn populär war. Wirklich populär war: der Schlager."

PDF (16 Seiten, 93 KB)

Verschlafener Medienwandel - Das Dispositiv als musikwissenschaftliches Theoriemodell

von Rolf Großmann

"Dispositive des musikalischen Produzierens und Hörens, wie sie sich zum Beispiel im Popkonzert und Aufnahmestudio, um Küchenradio, Walkman, HiFi-Anlage und DJ-Set bilden, sind Teil unserer musikalischen Alltagserfahrung. Sie sind nicht nur spezifische Orte musikalischer Praxis, sondern stehen auch für musikalische Stile, Formen oder gar eigene musikalische Welten. Umso erstaunlicher, dass sich die musikwissenschaftliche Reflexion des Zusammenhangs zwischen der Anordnung der Instrumente und Apparate, ihrem räumlichen und situativen Setting und dem darin agierenden Individuum, meist auf den realen Raum der musikalischen Akustik oder die Konzertsituation vergangener Jahrhunderte beschränkt"

PDF (4 Seiten, 1,1 MB)

The tip of the iceberg: laptop music and the information-technological transformation of music

von Rolf Großmann

"Understanding laptop music requires more than a new perspective on the configuration of a ‘weareable computer and an audio interface’ as a musical instrument for performance. It combines the strategies and traditions of electronic mediarelated music composition of the twentieth century, like reproductive music, electronic music, computer music and Net music in a single, digital, multi-purpose device originally designed for business and multimedia applications. Consequently, what we hear is mostly not a genuine laptop music, but one facet of the information-technological transformation of music that has been the result of the digital integration of these established traditions. This article gives an overview of the aesthetic implications of these traditions and with respect to laptop performance and musical style."

PDF (7 Pages, 188 KB)

Die Spitze des Eisbergs. Schlüsselfragen musikalischer Laptopkultur

von Rolf Großmann

"Bereits die Medienförmigkeit der Musik, die als Datei oder Soundfile auf CD, DVD oder direkt im Netz verbreitet wird, belegt einen Wandel, dessen Formen und gestalterische Prozesse untrennbar mit dem Medium Computer verknüpft sind. Mit den Laptops auf den Livebühnen elektronischer Musik wird nun auch hier die Spitze eines Eisbergs sichtbar, der in seinen Ausmaßen noch kaum zu umreißen ist: Die Informationstechnologisierung der Musik nimmt performative Gestalt an."

PDF (6 Seiten, 509 KB)

Klang – Medium – Material. Über den technikkulturellen Wandel des Materials auditiver Gestaltung

von Rolf Großmann

"Der Audiobegriff bezieht sich auf die elektronischen Medien als Hörmedien, ohne sich auf Musik zu beschränken. Er sprengt damit einen überholten Musikbegriff und bereichert ihn gleichzeitig, indem er den Blick für den breiten Bereich von Klangphänomenen in den Medien öffnet. Es muss m. E. um die Existenz des Hörbaren in diesen Medien gehen, und zwar mit einem Fokus, der genau das ins Zentrum rückt, was von den bestehenden Disziplinen unzureichend abgedeckt wird: um den Aspekt des Auditiven, der nicht mit dem wortsprachlich Mitteilbaren identifizierbar ist."

PDF (9 Seiten, 59 KB)

Audiowissenschaft = Musikwissenschaft + Medienwissenschaft?

von Rolf Großmann

"Der Audiobegriff bezieht sich auf die elektronischen Medien als Hörmedien, ohne sich auf Musik zu beschränken. Er sprengt damit einen überholten Musikbegriff und bereichert ihn gleichzeitig, indem er den Blick für den breiten Bereich von Klangphänomenen in den Medien öffnet. Es muss m. E. um die Existenz des Hörbaren in diesen Medien gehen, und zwar mit einem Fokus, der genau das ins Zentrum rückt, was von den bestehenden Disziplinen unzureichend abgedeckt wird: um den Aspekt des Auditiven, der nicht mit dem wortsprachlich Mitteilbaren identifizierbar ist."

PDF (9 Seiten, 59 KB)

Collage, Montage, Sampling - ein Streifzug durch (medien-)materialbezogene ästhetische Strategien

von Rolf Großmann

"In welcher ästhetischen Tradition steht das Spiel mit Medienmaterial? Wie verändert sich der Materialbegriff in diesem Prozess? Von den ersten (Bild-)Collagen über die Montage des Films und die DJ-Culture bis zu aktuellen Transformationsverfahren des Sampling werden im Folgenden - auch anhand konkreter Beispiele - Strategien der materialorientierten Gestaltung betrachtet."

PDF (12 Seiten, 2,3 MB)

Wissen und kulturelle Praxis. Audioarchive im Wandel

von Rolf Großmann

"Wenn der Begriff ,Netzwerkgesellschaft' mit Manuel Castells eine veränderte Gesellschaft beschreibt, die durch die Teilhabe an IT-Netzen geprägt ist, so kommt der Verfasstheit der dort vorhandenen Archive und ihren Nutzungsoptionen eine Schlüsselrolle zu. Wie verändert sich in einer so vernetzten Gesellschaft die Aneignung kultureller Archive und damit sowohl Wissen über kulturelle Artefakte wie auch das mit den Artefakten generierbare kulturelle Wissen selbst?"

PDF (9 Seiten, 2,6 MB)

Signal, Material, Sampling. Zur ästhetischen Aneignung medientechnischer Übertragung

von Rolf Großmann

Verfahren der DJ-Culture und einige verwandte experimentelle Formen des Sampling, auf die sich mein Beitrag konzentriert, markieren eine spezielle Praxis der kulturellen Aneignung elektronischer Medien, den gestalterischen Gebrauch der dort vorhandenen technischen Signale. Solche Verfahren stehen in einer existenziellen Verbindung mit den technischen Prozessen der Signalübertragung, die als Materialbasis für ästhetische Strategien dienen können."

PDF (11 Seiten, 1,4 MB)

Medienwerk und Konsumobjekt. Thesen zu einer Ästhetik der medialen Existenz von Musik

von Rolf Großmann

"Es gibt sie also nach wie vor auch in der aktuellen Medienwelt, die aus der kritischen Theorie vertraute Konstellation, das Medienprodukt als Objekt von Konsum und Markt steht dem Medien'werk' als ästhetisches Artefakt gegenüber. Das Primat von ökonomischer Effizienz der Kulturindustrie einerseits und der Anspruch von Künstler und Publikum auf ästhetische Wahrheit andererseits ist zwar kein sich ausschließender Gegensatz mehr, er hat sich jedoch nicht in postmoderner Beliebigkeit aufgelöst."

PDF (6 Seiten, 26 KB)

Konstruktiv(istisch)e Gedanken zur 'Medienmusik'

von Rolf Großmann

"Gerade für ein Verständnis, für systematische Beschreibung und Analyse von medienmusikalischen Vorgängen führt eine allein auf Klangstrukturen oder deren kompositorische Regeln ausgerichtete Theoriebildung in eine Sackgasse. Klangstrukturen müssen zwar auch dort untersucht werden, eine neuer Fokus kann jedoch erst dann sinnvoll auf diese gerichtet werden, wenn zumindest die Grundbedingungen ihrer spezifischen Existenz in der 'Elektrosphäre' bzw. 'Medienrealität' geklärt sind."

PDF (11 Seiten, 180 KB)

Vom kleinen 'n' und grossen 'E' zum grossen 'N' und kleinen 'e'

von Rolf Großmann

"Dort, wo die Rechner der 90er Jahre an musikalischem Material rechnen - und das tun sie bereits in jedem Keyboard - hat dies nichts mit Computermusik zu tun. Und nichts ist weiter entfernt von der von der Elektronischen Musik der europäischen Avantgarde der 50er als ein Werbejingle aus dem MIDI-Studio. Im selben Studio könnte jedoch ohne große technische Umstellung auch Musik dieser Genres produziert werden."

PDF (8 Seiten, 139 KB)

Abbild, Simulation und Aktion. Paradigmen der Medienmusik

von Rolf Großmann

"Der Gegenstand dieser Ausführungen ist im Titel mit dem feuilletonistisch schillernden Begriff Medienmusik angegeben. Angesichts Dutzender von Medienbegriffen und ebenso vielen Meinungen, was denn Medienmusik sei, erscheint ein solcher Terminus geradezu als Aufforderung zu vager Weitläufigkeit. In einer ersten Annäherung ist tatsächlich Musik in den elektronischen Medien gemeint, von Michael Jackson über Karajan bis zur Computermusik-Avantgarde der ernsten Muse. Das Kriterium für Medienmusik ist also hier nicht - wie vielleicht zunächst vermutet - eine synthetisch erzeugte Klang- oder Kompositionsstruktur, sondern die Zugehörigkeit zu einem durch spezifische technische Voraussetzungen geprägten Bereich musikalischen Handelns. Die normale U(nterhaltende) - und (E)rnste Musik des Radio- und Fernsehalltags gehört ebenso dazu wie das audiophile HiFi-Erlebnis des authentischen barocken Klangbilds (!) einer Harnoncourt-CD. "

PDF (12 Seiten, 864 KB)

Der Bürger als Künstler?

von Rolf Großmann

"Das Verhältnis von Bürger und Künstler und vice versa hat genau wie die Begriffe selbst eine historische Dimension, deren Betrachtung durchaus hilfreich für das Verständnis der neuen High-Tech Kunst sein kann. Vor dem 'Aktionsfeld Medienkunst' steht deshalb im folgenden ein geschichtlicher Schnelldurchgang, der nichts weiter bewirken soll, als das Bewußtsein hierfür neu zu motivieren."

PDF (5 Seiten, 105 KB)

Monitor - Intermedium zwischen Ton, Bild und Programm

von Rolf Großmann

"Materialität und Strukturprinzipien medialer Wahrnehmungsangebote sind ebenso wie bei den 'herkömmlich' produzierten Künsten Ergebnis einer künstlerisch-instrumentalen Gestaltung, in der sich Intention, Werk und Werkzeug gegenseitig bedingen."

PDF (12 Seiten, 864 KB)

Kunst werden. Interaktive Medienkunst (Dialog)

von Rolf Großmann

In: Journal Forschung. Universität-GH Siegen, Nr.0, 1. Jg.,1995, S. 19-21.

Hyperkult III

von Rolf Großmann

WWW-Dokumentation der Musikbeiträge, Internet elektronische Publikation, 1995. Die Dokumentation befindet sich ebenfalls mit Audio- und Videofiles auf der zum European Media Art Festival Osnabrück präsentierten CD-ROM "Of(f) the Web" (hg. v. Heiko Idensen).

Xtended Sampling

von Rolf Großmann

"Wenn Sie auf einer Party gefragt werden, ob Sie auch mal "die Musik machen wollen", erwartet niemand von Ihnen, daß Sie Ihr Instrument auspacken und musizieren, sondern daß Sie die Rolle des Disk Jockey übernehmen. Der Bedeutungswandel des Wörtchens "machen", der hier zum Ausdruck kommt, ist ein Indiz für ein von den elektronischen Medien geprägtes Verständnis musikalischer Produktion, das bis in die Alltagssprache reicht. "Machen" ist nicht mehr ein "Hervorbringen" im traditionellen Sinn, sondern ein "Auswählen" und "Präsentieren" im kommunikativen Kontext. Der "Macher" ist derjenige, der über die elektronischen Medien Zugriff auf gespeichertes Klangmaterial ausübt. "

PDF (6 Seiten, 597 KB)

Wie virtuelle Gemeinschaften erschließen?

von Rolf Großmann

"Faszinierend ist dieses Thema sicher deshalb, weil es die aktuellen Schlagworte des "Information Superhighway", der "Virtual Reality", des "Cyberspace", des "interaktiven Fernsehens" und der "Global Community" sowie der "Netzwerke" 'irgendwie' berührt. Es gibt keinen Zweifel daran, daß diese Frage in einer Zeit des Umbruchs der Telekommunikation höchst aktuell ist und eine Reihe technischer, sozialer, kultureller und - mein engeres Metier - auch ästhetischer Implikationen nach sich zieht. Das "Wie" kann also keineswegs nur technisch gesehen werden, sondern bedarf mindestens am Rande des ergänzenden "Was" und "Warum"."

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Zukunftsmusik - Audiomedien als 'Kunst' und 'Werkzeug

von Rolf Großmann

Sechs Thesen zu musikalischen Interfaces

von Rolf Großmann

"Eingrenzung. Der Gegenstand dieser Thesen ist die Welt der elektronischen Medien. Musikalische Kultur ist heute überwiegend Medienkultur. Dennochdarf der grundlegende Unterschied zwischen direkt kommunizierter Musik mit akustischen Instrumenten und ihrer medialen Inszenierung nicht übersehen oder vernachlässigt werden. Auch digital produzierte Musik besteht nur vor dem Hintergrund kultureller Traditionen und Standards. Ihre Existenz ist auf die elektronischen Medien begrenzt (Lautsprechermusik)."

PDF (7 Seiten, 1 MB)

 

Sensory Engineering - Affects and the Mechanics of Musical Time

von Rolf Großmann

In: Angerer, M; Bösel, B.; Ott, M.(Hg): Timing of Affect - Epistemologies, Aesthetics, Politics , Diaphanes, Zurüch, 2014, (S.191 - 206)

PDF (18 Seiten, 5MB)

 

Gespielte Medien und die Anfänge "phonographischer Arbeit"

von Rolf Großmann

In: Saxer, M. (Hg): Spiel (mit) der Maschine - musikalische Medienpraxis in der Frühzeit von Phonographie, Selbstspielklavier, Film und Radio, transcript, Bielefeld, 2016, (S. 381 - 400)

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Zur Aktualität der Rhythmusbewegung im 21. Jahrhundert. Eine Respondenz

von Rolf Großmann

In: Gesellschaft für Musikforschung (Hg): Die Musikforschung, 69. Jahrgang 2016/ Heft 2, Bärenreiter Verlag, Kassel, 2016 (S. 157 - 160)

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Die Rationalisierung des Virtuellen in der Musik

von Michael Harenberg

"War es bis in die 70er Jahre in der Computermusik noch zweckmäßig, zwischen 'Partitursynthese' und 'Klangsynthese' zu differenzieren, weil es sich um völlig unterschiedliche Arbeitsprozesse handelte, macht diese Unterscheidung angesichts moderner Computersysteme nur noch historisch Sinn. Bis auf theoretisch zu vernachlässigende Einschränkungen durch Software und Rechenleistung, unterliegt es der Entscheidung des Komponisten/Musikers, welche Prozesse in bezug auf Form, Struktur, Klang, Abmischung, etc. im Entstehungsprozess von Musik er in welchem Abstraktionsgrad an die Maschine delegieren möchte."

PDF (12 Seiten, 198 KB)

Virtuelle Instrumente - Von der Orgel zum Cyber-Instrument

von Michael Harenberg

"Die These dieses Vortrages lautet, daß schon die Orgel als Vorläuferinstrument und Leitbild heutiger digitaler Klangerzeuger darauf verweist, daß die Unterscheidung zwischen 'natürlichen' und technischen Instrumenten eine weitgehend künstliche ist. 'Natürlichkeit' als ideologischer Ausdruck bürgerlicher Sehnsuchtsphantasien des 19. Jahrhunderts muß als Entscheidungskriterium obsolet bleiben. Gegenstand der Instrumentenbauer aller Epochen sind technische (Musik)Maschinen, auf der Höhe der jeweiligen Produktivkraftentwicklung."

PDF (17 Seiten, 578 KB)

"Building a better consumerism" - Kaufentscheidungen durch Musik am Beispiel des Klangkonzeptes der Mall of America

von Anika Lampe

"Diese Arbeit widmet sich einem Klangraum ganz besonderer Art, nämlich dem der Mall of America, das derzeit größte Einkaufszentrum in den USA. Dort hat man sich die Macht des Sounds längst zunutzte gemacht und ein durchdachtes Konzept für das ganze Center erstellt, welches ich im Folgenden auf der Basis von Jonathon Sterns Aufsatz 'Sounds Like the Mall of America' näher erläutern werde. Zuvor jedoch werde ich die Begriffe Environmental Musik, Funktionelle Musik und Muzak zueinander in Beziehung setzen und einen Blick auf die vorhandene Forschung zum Thema Musik als Marketinginstrument zur psychologischen Steuerung des Kaufverhaltens von Menschen werfen."

PDF (14 Seiten, 273 KB)

Musik als "Kultur-Inhalt": Max Webers Musiksoziologie

von Timo Meisel

"Max Webers Beitrag zur Musiksoziologie wird von Musiksoziologen im Zuge der Etablierung der Disziplin mittlerweile als ähnlich bedeutsam eingeschätzt wie die Studien von Taine, Combarieu, Riegl und Adorno. Dies ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass Weber der erste ist, der ein musiksoziologisches Konzept entwirft, welches nicht willkürlich Methoden der allgemeinen Soziologie auf Gegenstände der Musikwissenschaft anwendet, sondern sich einer eingehenden Analyse der "Eigenart" der Musik als Komponente gesellschaftlichen Handelns widmet."

PDF (33 Seiten, 192 KB)

Virtuelle Musikinstrumente

von Andreas Otto

Sogenannte 'Virtuelle Realität' ist vornehmlich mit berechneten Bildern assoziiert. Was Vilém Flusser als 'alternative Welten' bezeichnet, welche in ihrer unendlichen Konfiguration von digitalisierten Partikeln zur potentiellen Allwissenheit der Menschheit beitragen, ist aber keineswegs auf Bildwelten beschränkt. Im Computer, der als Produktionsmedium für Musik verstanden wird, könnte sich dieses Potenzial in Form von virtuellen Musikinstrumenten finden lassen. Es ist allerdings auffällig, dass solche Instrumente häufig entweder den Zweck verfolgen, existente Instrumente nachzubilden und dabei in analogen Metaphern schwelgen oder lediglich die Vorstellung von Klangherkunft virtualisieren. Doch was kann man als eigenständige Qualitäten digitaler Musikproduktion benennen?

PDF (20 Seiten, 2,9 MB)

Arthur Kroker: Virtuelle Realität, Androide Musik, Elektrisches Fleisch

von Kirsten Riesselmann

"Im Folgenden will ich Krokers Blick auf Kultur und die Charakteristika der Virtuellen Realität skizzieren, will seine Konzeptualisierung postmoderner Subjektivität und Geschichtsbewusstsein als Resultate des Gesampelt-Werdens anreissen und schliesslich das Sampling in Krokers subvertiertem Sinn als Kulturanalysewerkzeug und Widerstandsmethode vorstellen, was insbesondere die Funktion von Musik in Krokers Thesen miteinschliesst."

PDF (10 Seiten, 160 KB)

 

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